Sechs neue Kälber der kambodschanischen Irrawaddy-Delfine

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Im kambodschanischen Teil des Mekong wurde in diesem Jahr die Geburt von sechs Irrawaddy-Delfinkälbern bestätigt. Dadurch stieg die geschätzte Zahl der lokalen Population auf 118 Tiere. Das Ereignis fand auf einem 120 Kilometer langen Flussabschnitt in den Provinzen Kratie und Stung Treng statt.

Irrawaddy-Delfine (Orcaella brevirostris) sind die einzigen Wale in diesen Gewässern. In Kambodscha und Laos werden sie als heilige Tiere verehrt, die den Geist des Flusses verkörpern. Für die Gemeinden am Ufer bringen sie zudem Einkommen aus dem Ökotourismus, besonders an Orten wie dem tiefen Becken von Kampi in Kratie.

Die Populationsgröße im kambodschanischen Mekong liegt deutlich unter den Schätzungen vom Ende der 1990er Jahre, als hier etwa 200 Tiere lebten. Die Hauptbedrohungen sind das Verfangen in Kiemennetzen, das besonders für Kälber gefährlich ist, die illegale Elektrofischerei und die Verschlechterung des Lebensraums. Mehr als 160 Staudämme im Flussbecken verändern die Hydrologie und die Zusammensetzung der Fischgemeinschaften, von denen die Delfine abhängen.

Seit 2012 gelten auf einem 180 Kilometer langen Flussabschnitt Schutzgebiete, in denen Kiemennetze verboten sind. Die Elektrofischerei ist landesweit offiziell verboten. Gemeinsame Patrouillen, Monitoring und die Arbeit mit den Einheimischen haben offenbar dazu beigetragen, dass es in den letzten Jahren keine Todesfälle unter den Delfinen gab und neue Kälber geboren wurden.

Vertreter der Behörden und von Naturschutzorganisationen betonen, dass die Geburt von sechs Kälbern ein hoffnungsvolles Signal ist. Die Population bleibt jedoch gefährdet, und ohne eine weitere Verringerung der Bedrohungen könnte die Erholung fragil bleiben.

Der Schutz dieser Tiere erfordert ständige Aufmerksamkeit für die illegale Fischerei und die Auswirkungen von Infrastrukturprojekten auf den Fluss.

8 Ansichten

Quellen

  • Six new calves offer hope amid ongoing threats to Cambodia’s Irrawaddy dolphins

Kommentare

Lesen Sie mehr Artikel zu diesem Thema:

A dog has been named Animal of the Year for hunting “sea vomit.” 🐕 Sgiath, a Scottish Labrador, was recognized for sniffing out invasive carpet sea squirts that can spread rapidly along coastlines and threaten native marine wildlife. Her work is helping pioneer a new way to

Image
Image
Image
Reply
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.