Ehemaliger Mönch eröffnet in Toronto ein Restaurant mit tibetischem Frühstück für zehn Dollar

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

In Parkdale, am westlichen Rand von Toronto, steht in der Queen Street West ein kleines Lokal namens Garleek Kitchen. Hier wird morgens ein tibetisches Frühstück serviert: gebratenes Brot Josha, Eier, Kichererbsen, Kartoffeln, salziger Buttertee und süßer Kardamomtee — alles für 9,99 Dollar. Das Gericht wirkt schlicht, doch dahinter steht die Geschichte eines Mannes, der 15 Jahre in einem Kloster verbracht hat.

Der Besitzer ist Tsering Phuntsok, bekannt als Karma. Er wuchs in Nepal auf, wo er für andere Mönche kochte, und zog später nach Kanada. In Parkdale, wo eine große tibetische Diaspora lebt, eröffnete er ein Restaurant, das tibetische, nepalesische und asiatische Rezepte verbindet. Das Frühstück hier ist nicht einfach nur Essen, sondern eine Erinnerung an die täglichen Mahlzeiten im Kloster: sättigend, wärmend, mit einem minimalen Satz an Zutaten zubereitet.

Der Buttertee, oder Po, hat einen leicht salzigen Geschmack mit einer leichten Fettigkeit, die auf der Zunge bleibt. Das gebratene Brot ist außen knusprig und bleibt innen weich, während Kichererbsen und Kartoffeln die Gewürze so aufsaugen, dass jedes Stück Wärme und Würze abgibt. Diese Aromen lassen sich nicht ohne jene Hände nachbilden, die sich daran erinnern, wie man unter begrenzten Mitteln und einem strengen Tagesablauf kocht.

Parkdale wird seit Langem Klein-Tibet genannt: Hier gibt es mehrere tibetische Cafés, und in der Queen Street West findet man Momo, Thenthuk und andere Gerichte. Karma fügt der Speisekarte Fusion-Elemente hinzu — vietnamesische und sri-lankische Akzente —, doch er bewahrt die Grundlage. Das Frühstück für zehn Dollar bleibt für Anwohner und Studenten erschwinglich, wobei das Gericht jeden Tag von Hand zubereitet wird.

Derzeit balanciert das Restaurant zwischen Tradition und dem Alltag einer großen Stadt. Karma und seine Frau Jenna Iakutone führen das Geschäft gemeinsam: Sie hilft im Gastraum, er in der Küche. Sie verkaufen auch hausgemachte tibetische Produkte, um die Rezepte über das Lokal hinaus zu bewahren. Angesichts steigender Mieten und Lebensmittelpreise hilft dieses Format, die Preise zu halten und die Gemeinschaft zu unterstützen.

Am besten probiert man das Frühstück von Montag bis Freitag vor Mittag, wenn der Besucherstrom noch gering ist. Die Adresse ist 1500 Queen St. W., unweit der U-Bahn-Station Lansdowne. Dort kann man nicht nur essen, sondern auch hören, wie ein ehemaliger Mönch von seinem Weg von der Klosterküche zur Torontoner Straße erzählt.

In diesem Frühstück schmeckt nicht nur der Geschmack eines fernen Landes, sondern auch die persönliche Geschichte eines Menschen, der die klösterliche Disziplin in eine kanadische Stadt übertragen und für alle zugänglich gemacht hat.

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Quellen

  • A former monk of 15 years is serving a hearty $10 Tibetan breakfast at his Parkdale restaurant

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