Đoković gibt nicht auf: Comeback in Basel nährt die Hoffnung auf rekordverdächtige Finals

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

In Basel, wo er vor 17 Jahren seinen ersten Titel holte, hat Novak Đoković erneut bewiesen: Das Alter ist kein Urteil, sondern nur eine weitere Herausforderung. Im Erstrundenmatch der Swiss Indoors verlor der Serbe den ersten Satz gegen Ugo Humbert, doch dann wendete er das Spiel und gewann 4-6, 6-3, 6-4 in zweieinhalb Stunden.

Für den 39-jährigen Tennisspieler ist dieser Sieg nicht nur der Einzug in die nächste Runde. Er hält ihn im Rennen um einen Startplatz beim ATP-Finale in Turin. Đoković liegt im Race-Ranking auf Platz 11 und hat 319 Punkte Rückstand auf den neunten Platz. Der junge Raphaël Jodar, der vor ihm liegt, spielt ebenfalls weiter in Basel, daher wird jedes weitere Match für den Serben entscheidend.

Humbert ist ein gefährlicher Linkshänder mit starkem Aufschlag und aggressivem Spiel auf schnellem Belag. Er begann das Match furios, nahm bereits im dritten Spiel den Aufschlag ab und schloss den Satz souverän. Đoković musste sich umstellen: Breakbälle abwehren, den Rhythmus ändern und allmählich seinen Willen aufzwingen. Im zweiten Satz antwortete der Serbe sofort mit einem Break und ließ den Gegner nicht ins Spiel zurückkommen.

Đoković' psychische Widerstandskraft zeigt sich hier besonders deutlich. Er geriet mehrfach in Situationen, in denen er sich mitten im Match „neu starten“ musste, und bewies erneut, dass er das besser kann als viele andere. Wie ein erfahrener Steuermann, der beim ersten Sturm nicht in Panik gerät, sondern den Kurs präzise korrigiert, gewann der Serbe die Kontrolle über das Spiel zurück und brachte es zum Sieg.

Die Statistik bestätigt: Đoković nutzte die entscheidenden Momente, wehrte fünf von sechs Breakbällen ab und gewann 53 % aller Punkte. Es ist bereits sein 20. Sieg in dieser Saison — das 21. Jahr in Folge, in dem er diese Marke erreicht. Die Rückkehr nach Basel nach langer Pause verleiht dem Ganzen emotionale Farbe: Die Stadt erinnert sich an seinen Triumph von 2009 und an das Duell mit Federer.

Der nächste Gegner ist Jan-Lennard Struff. Um seine Position im Race deutlich zu verbessern, wird Đoković wohl weit im Tableau kommen müssen. Doch schon jetzt ist klar: Selbst am Ende seiner Karriere bleibt er ein Spieler, der das Gesamtbild der Saison beeinflussen kann.

Dieser Sieg erinnert daran, dass im großen Tennis Beharrlichkeit und Anpassungsfähigkeit oft rohe Kraft und Jugend überwiegen.

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Quellen

  • Reuters Sports News Summary | International

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