Die 14. Etappe der Tour de France 2026 endete mit einem beeindruckenden Triumph für Tadej Pogacar. Auf dem anspruchsvollen, 155,3 Kilometer langen Bergetappen-Kurs von Mülhausen nach Le Markstein stellte der Träger des Gelben Trikots seine exzellente Form erneut unter Beweis und baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus.
Die Streckenführung durch die Vogesen bot den Fahrern kaum Möglichkeiten zur Erholung und war von zahlreichen kräftezehrenden Anstiegen geprägt. Die entscheidenden Momente des Rennens spielten sich am Col du Haag ab.
Etwa 7,5 Kilometer vor dem Ziel, rund 1,6 Kilometer vor dem Erreichen des Gipfels, setzte Pogacar seine entscheidende Attacke. Obwohl seine Konkurrenten versuchten, auf die plötzliche Beschleunigung zu reagieren, gelang es dem Slowenen schnell, eine Lücke zu reißen und das Rennen im Alleingang in Richtung Ziel fortzusetzen.
Niemand konnte den Spitzenreiter mehr aufhalten. Pogacar überquerte die Ziellinie nach 4 Stunden und 7 Sekunden und sicherte sich damit seinen vierten Etappensieg bei der diesjährigen Tour sowie den 25. Erfolg seiner Karriere bei der französischen Grand Tour.
Der zweite Platz ging an Isaac Del Toro, den Teamkollegen von Pogacar vom UAE Team Emirates-XRG. Mit einem Rückstand von 38 Sekunden auf den Sieger machte er den beeindruckenden Doppelerfolg für das Team perfekt.
Der erst 19-jährige Franzose Paul Seys kam als Dritter ins Ziel. Damit erreichte der junge Profi nicht nur das Podium der Etappe, sondern sicherte sich auch das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer.
Jonas Vingegaard, einer der schärfsten Rivalen von Pogacar im Kampf um den Gesamtsieg, belegte den vierten Platz und verlor erneut wertvolle Zeit. Nach Abschluss der Etappe wuchs sein Rückstand auf den Führenden auf 4 Minuten und 30 Sekunden an.
Pogacar festigte nicht nur seine Spitzenposition in der Gesamtwertung, sondern übernahm auch die Führung in der Bergwertung. Er trägt nun sowohl das Gelbe Trikot als auch das Trikot des besten Bergfahrers.
Paul Seys verbesserte sich in der Gesamtwertung auf den vierten Rang und unterstrich damit seinen Status als eine der größten Entdeckungen des diesjährigen Rennens. Tom Pidcock hingegen erlebte einen schwierigen Tag in den Bergen und fiel auf den neunten Platz zurück.
Die 14. Etappe verdeutlichte, dass Pogacar das Rennen nicht allein durch die Stärke seines Teams kontrolliert. Im entscheidenden Augenblick war er erneut in der Lage, persönlich zu attackieren und seine Hauptkonkurrenten hinter sich zu lassen.
Trotz seines komfortablen Vorsprungs betonte der Tour-de-France-Spitzenreiter, dass noch schwierige Etappen vor dem Feld liegen und es zu früh sei, sich auszuruhen. Pogacar erinnerte daran, dass sich die Situation bei einer Grand Tour selbst in der letzten Woche noch drastisch ändern kann.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Radprofi von der Atmosphäre an den Straßen der Vogesen. Tausende Zuschauer säumten die Berghänge und begleiteten die Teilnehmer fast über die gesamte Länge der entscheidenden Anstiege.
Ergebnisse der Etappe:
- 1. Tadej Pogacar — 4:00:07
- 2. Isaac Del Toro — +38 Sekunden
- 3. Paul Seys — dritter Platz
Die Vogesen sollten eigentlich ein Härtetest für den Gesamtführenden werden, entwickelten sich jedoch zu einer weiteren Demonstration seiner Dominanz. Pogacar gewann die Etappe, baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus und machte einen weiteren großen Schritt in Richtung des Gesamtsiegs bei der Tour de France 2026.
