Bereits morgen, am 23. Juli 2026, werden im schottischen Glasgow die XXIII. Commonwealth Games eröffnet – eines der größten internationalen Sportereignisse des Jahres. Die Wettbewerbe dauern bis zum 2. August und werden rund 3000 Athleten aus 74 Ländern und Territorien des Commonwealth zusammenbringen. In zehn intensiven Tagen werden die Teilnehmer 215 Sätze an Goldmedaillen ausspielen.
Glasgow war bereits 2014 Gastgeber der Commonwealth Games und wird nun erneut zum Zentrum des großen Sports. Diesmal haben sich die Organisatoren für ein kompakteres Modell entschieden: Die Wettkämpfe finden auf vier Hauptsportstätten der Stadt statt. Dazu gehören das Scotstoun Stadium, das Tollcross International Swimming Centre, das Sir Chris Hoy Velodrome und der Scottish Event Campus.
Bowls eröffnen das Sportprogramm
Die ersten Wettkämpfe beginnen noch vor der abendlichen Eröffnungsfeier. Am 23. Juli ab 09:30 Uhr Ortszeit beginnen in der SEC Hall 3 die Turniere im Bowls und Para-Bowls. Dieser zusätzliche Tag wurde von den Organisatoren aufgrund der ungewöhnlich hohen Anzahl von Meldungen von Teams in den Zeitplan aufgenommen.
Bowls wird manchmal mit dem Kugelspiel verglichen, seine Regeln sind jedoch deutlich komplexer. Die Athleten versuchen, spezielle asymmetrische Kugeln so nah wie möglich an die kleine Zielkugel, den Jack, zu legen. Aufgrund des verschobenen Schwerpunkts bewegen sich die Sportgeräte nicht geradeaus, sondern auf einer gekrümmten Bahn, weshalb von den Teilnehmern Präzision, Kalkül und taktisches Denken verlangt werden.
In Glasgow werden vier Medaillensätze im regulären Bowls ausgespielt: Herren- und Damen-Einzelturniere sowie Herren- und Damen-Paarwettbewerbe. Weitere drei Medaillensätze sind im Para-Bowls vorgesehen.
Zehn Sportarten
Das offizielle Programm der Spiele umfasst zehn Sportarten:
- Leichtathletik und Paraleichtathletik;
- Schwimmen und Paraschwimmen;
- Bahnradsport und Pararadfahren;
- Turnen;
- Boxen;
- Judo;
- Gewichtheben und Parapowerlifting;
- 3×3-Basketball und 3×3-Rollstuhlbasketball;
- Netball;
- Bowls und Para-Bowls.
Somit sind die paralympischen Disziplinen nicht als separater Wettbewerb ausgegliedert, sondern vollständig in das Gesamtprogramm der Spiele integriert. Insgesamt sind in Glasgow sechs Parasportarten vertreten – dies ist das größte Parasportprogramm in der Geschichte der Commonwealth Games.
Erster Medaillentag
Obwohl Bowls am 23. Juli beginnt, werden die ersten Medaillen am folgenden Tag verliehen. Am 24. Juli wird der Kampf um die Auszeichnungen im Parapowerlifting, Turnen, Schwimmen und Paraschwimmen ausgetragen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Commonwealth Games wird eine Parasportdisziplin den Medaillenspiegel der Wettbewerbe eröffnen.
Besonders intensiv wird das Programm im Schwimmbecken und auf der Radrennbahn erwartet. Die Organisatoren erklärten, dass die Wettbewerbe im Schwimmen, Paraschwimmen, Bahnradsport und Pararadfahren die größten in der Geschichte der Commonwealth Games sein werden. Erweitert wurde auch das Programm des 3×3-Basketballs, dessen Popularität nach seiner Aufnahme in die olympische Bewegung weiter wächst.
Hauptsportstätten
Leichtathletik und Paraleichtathletik finden im Scotstoun Stadium statt, wo speziell für die Spiele ein neuer moderner Belag verlegt wurde. Die Schwimmer werden im Tollcross International Swimming Centre antreten, während die Turner und Radfahrer in der Sir Chris Hoy Arena und auf dem Velodrom um Medaillen kämpfen.
Der SEC-Komplex wird gleich mehrere Disziplinen beherbergen: Boxen, Judo, Bowls, 3×3-Basketball, Gewichtheben und Parapowerlifting. Die Netballspiele finden in der The Hydro Arena statt, wo auch die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien abgehalten werden.
Feierliche Eröffnung
Am Abend des 23. Juli findet in der The Hydro Arena die Eröffnungsfeier statt. Einer der Teilnehmer des Musikprogramms wird der schottische Sänger Tom Walker sein. Während der Zeremonie sollen 74 Staffelstäbe, die im Rahmen der Royal Baton Relay durch die Länder und Territorien des Commonwealth gereist sind, zusammengeführt werden.
Das offizielle Maskottchen der Spiele ist das Einhorn Finnny. Diese Figur bezieht sich sowohl auf das schottische Nationalsymbol als auch auf den berühmten Finnieston Crane, einen Hafenkran am Ufer des Flusses Clyde.
Ein Fest des Sports und der Chancengleichheit
Die Commonwealth Games in Glasgow versprechen nicht nur ein Kampf um Medaillen zu werden, sondern auch ein großes Fest der Einheit. Auf denselben Sportstätten werden Olympiasieger, junge Talente und herausragende Parathleten auftreten.
Besonderes Augenmerk legen die Organisatoren auf den gleichen Status aller Teilnehmer. Die Parawettbewerbe sind in den Gesamtzeitplan integriert, finden auf denselben Arenen statt und sind ein vollwertiger Bestandteil des Medaillenprogramms.
Der erste sportliche Akkord wird am 23. Juli beim Bowls-Turnier erklingen. Danach erwarten Glasgow zehn Tage spannender Wettkämpfe, Rekorde, unerwartete Siege und bewegende Geschichten von Athleten aus aller Welt.




