Frauen in Uttarakhand kümmern sich um einheimische Bienen: Tradition und neue Hoffnung

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

In den Vorgebirgen des Himalajas, wo schmale Pfade zu Dörfern mit Steinhäusern führen, erneuern die Frauen von Uttarakhand ein uraltes Bündnis mit den einheimischen Bienen. Statt importierter Arten wählen sie Apis cerana – kleine, widerstandsfähige Bienen, die jahrhundertelang in Hauswänden und Baumhöhlen lebten. Diese Wahl ist nicht bloß Gewohnheit: Sie hilft, die Bestäuber zu erhalten, ohne die die Ernten von Äpfeln, Aprikosen und wilden Kräutern verschwinden.

Projekte wie „Die Kunst der Imkerei“ in den Dörfern Nala, Bhiri und Giriya haben bereits Dutzende Frauen geschult. Sie erhalten Bienenstöcke, lernen, sich um die Völker zu kümmern, Honig zu ernten und ihn sogar an den Staat zu verkaufen. Im Rahmen von „Madhu Shakti“ sollen 750 Imkerinnen ausgebildet werden, und das Einkommen aus Honig und Bestäubung könnte um ein Drittel steigen. Solche Initiativen geben den Familien Geld und schützen zugleich die Biodiversität der Region.

Die einheimischen Bienen Apis cerana sind besser an das Bergklima angepasst und erkranken seltener als die eingeführten Apis mellifera. Doch Pestizide, Abholzung und der Wandel der blühenden Pflanzen bedrohen sie. Die Frauen, die traditionell Brennholz sammeln und die Felder im Blick behalten, bemerken diese Veränderungen zuerst und reagieren zuerst – sie pflanzen Honigpflanzen, begrenzen den Chemieeinsatz und bauen einfache Bienenstöcke in den Wänden.

Anders als in großen Imkereien, wo Bienen oft durch produktivere, aber aggressivere ersetzt werden, bewahrt man hier den natürlichen Rhythmus. Die Bienen schwärmen frei, und der Honig wird zweimal im Jahr geerntet, wobei ein Vorrat für den Winter bleibt. Das ist nicht nur Wirtschaft, sondern auch Teil der Kultur: Honig wird in der Medizin verwendet, und die Bienen bestäuben die Gärten und Wälder ringsum.

Die Verbindung zwischen den Frauen und den Bienen erinnert an ein altes Sprichwort aus anderen Bergregionen: „Wer das Kleine bewahrt, erhält das Ganze.“ Wenn eine Familie einen Bienenstock aufstellt, sehen die Nachbarn das Ergebnis – mehr Früchte, ein stabiles Einkommen – und schließen sich an. So wird Schritt für Schritt das Netz der Bestäuber im zerbrechlichen Himalaja-Ökosystem wiederhergestellt.

Die Unterstützung solcher Initiativen durch Schulung und den Vertrieb von Honig hilft nicht nur den Bienen, sondern auch den Frauen selbst, in ihren Heimatdörfern zu bleiben, statt in die Städte zu ziehen.

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Quellen

  • The women keeping Uttarakhand’s native bees alive

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