Manchmal sieht Dankbarkeit gegenüber einer Universität wie ein Brief aus, manchmal wie eine jährliche Spende.
Und manchmal wie 371,5 Mio. $.
Der amerikanische Milliardär und Unternehmer David Duffield, ein Absolvent von Cornell, leistete die größte Einzelspende in der gesamten Geschichte der Universität. Duffield schloss sein Studium in Cornell zweimal ab — er erwarb einen Ingenieurabschluss im Jahr 1962 und anschließend einen MBA im Jahr 1964. Später baute er eine Karriere in der Softwarebranche auf und wurde Mitbegründer von Unternehmen wie PeopleSoft und Workday.
Die neue Spende wird in erster Linie der Entwicklung des College of Engineering zugutekommen. 250 Mio. $ werden einen langfristigen Fonds bilden, weitere 50 Mio. $ werden für Bildungsprogramme bereitgestellt, und die übrigen Mittel werden helfen, Labore zu modernisieren, Studierende und Lehrende zu unterstützen und die Forschung in den Bereichen KI, Quantentechnologien und Ingenieurwesen für die Medizinvoranzutreiben.
Und die Ergebnisse zeigen sich bereits. Aus diesen Mitteln hat Cornell 25 Mio. $ für praxisnahe Ingenieurausbildung bereitgestellt — studentische Projektteams, Arbeit in Laboren und die Entwicklung eigener Technologien. Weitere $13,5 Mio. wurden für den Aufbau eines neuen Zentrums für Quantenforschung bereitgestellt.
Und dabei sind $371,5 Mio. keineswegs das erste Geschenk Duffields an seine Universität. Insgesamt hat er Cornell bereits mehr als $550 Mio., darunter $100 Mio. für den Ausbau des College of Engineering. Ihm zu Ehren trägt das College of Engineering nun den Namen Cornell David A. Duffield College of Engineering.
Und diese Geschichte bildete den Schlussakkord einer gewaltigen Kampagne von Cornell To Do the Greatest Good. In fünf Jahren sammelte die Universität fast $6,8 Mrd. von mehr als einer halben Million Spenderinnen und Spendern. Davon flossen über $544 Mio. in die Verbesserung des Zugangs zur Bildung: Es wurden Hunderte neue Stipendien für Studierende geschaffen.
So schließt sich ein schöner Kreis: Einst gab die Universität Duffield die Bildung, die ihm half, eine Karriere in der Technologiebranche aufzubauen.
Jahrzehnte später gab er der Universität die Mittel zurück, die nun der nächsten Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren helfen werden, ihre eigene Zukunft zu gestalten.
Aus dem Betrag von $250 Mio. wird ein dauerhafter Duffield Legacy Fund — eine Stiftung, deren Erträge das College of Engineering über viele Jahre für strategische Projekte und neue Möglichkeiten nutzen kann. Weitere $50 Mio. werden gezielt für Prioritäten im Zusammenhang mit der Qualität der Ingenieurausbildung bereitgestellt.
Die verbleibenden rund $71,5 Mio. bilden den Duffield Launch Fund — Geld für schnellere und konkretere Aufgaben: die Erneuerung der Infrastruktur des Colleges, den Ausbau der Forschungslabore, die Unterstützung von Lehrenden und Studierenden sowie Forschung in den Bereichen Quantenengineering, Technologien für die menschliche Gesundheit, künstliche Intelligenz und datenbasierte Entscheidungsfindung.
Ein Teil der Mittel hat bereits eine konkrete Zweckbestimmung erhalten. $25 Mio. fließen in eine Stiftung für das praktische Lernen der Studierenden: Projektteams, Arbeit in Forschungslaboren, Entwicklung und Erprobung eigener Technologien und andere Hands-on-Programme.
Weitere $13,5 Mio. wurden bereits für den Quantenbereich bereitgestellt: $10 Mio. — für die Schaffung einer modernen Forschungsfläche von rund 10 000 Quadratfuß, weitere $3,5 Mio. — für gemeinsame Forschungsprojekte im Bereich der Quantentechnologien.
Das heißt, es ist nicht einfach ein „Geschenk an die Universität“: Das Geld wird tatsächlich aufgeteilt zwischen einem langfristigen Fonds, der Ausbildung der Studierenden, Laboren, Lehrenden und der Forschung der Zukunft — KI, Quantentechnologien und Medizintechnik.




