Forscher von Google DeepMind haben eine Analyse vorgestellt, die zeigt, dass ihr KI-Modell genauere Hurrikanvorhersagen liefert als traditionelle Ansätze. Laut einem Artikel in Nature, der im August 2026 veröffentlicht wurde, übertrifft die KI andere weit verbreitete Modelle um einen Tag oder mehr.
Die Analyse umfasste Hunderte von Hurrikanvorhersagen aus den Jahren 2023–2025. Das DeepMind-Modell zeigt einen deutlichen Vorteil in der Genauigkeit, insbesondere bei der Vorhersage von Zugbahn und Intensität der Stürme. Dies wird auch am Beispiel des Hurrikans Melissa bestätigt, der im Oktober 2025 auf Jamaika traf.
Das National Hurricane Center in Miami hat die KI bereits im Jahr 2025 in seine Arbeit integriert. Dadurch konnten die Experten die schnelle Verstärkung von Melissa genauer vorhersagen und Warnungen mehrere Tage im Voraus herausgeben. Der Erfolg war kein Zufall, betonen die Forscher von DeepMind.
„Das ist eine große Sache“, sagt Amy McGovern, Professorin für Meteorologie an der University of Oklahoma. „Wenn man Menschen einen Tag früher vor einem großen Hurrikan warnen kann, haben sie mehr Zeit für Evakuierung und Vorbereitung.“
Kerry Emanuel, Professor am Massachusetts Institute of Technology, begrüßt den Fortschritt, betont jedoch: Die endgültigen Entscheidungen sollten weiterhin von Menschen getroffen werden. Die KI werde ein weiteres Werkzeug neben Satellitendaten und Aufklärungsflugzeugen sein.
Das DeepMind-Modell wurde mit umfangreichen Datensätzen trainiert und ist in der Lage, komplexe Faktoren zu berücksichtigen, die traditionellen physikalischen Modellen schwerfallen. Die Frage ist, wie schnell Wetterdienste weltweit solche Entwicklungen im Alltag einsetzen werden.
Die Veröffentlichung in Nature unterstreicht, dass die Vorteile der KI bereits in der Praxis sichtbar sind. Dies ebnet den Weg zu zuverlässigeren Warnungen, die helfen können, Leben und Eigentum in gefährdeten Regionen zu retten.
