Ein Live-Interview des australischen Fernsehens verwandelte sich unerwartet in eine virale Komödie, dank eines Hundes, der außerhalb des Bildes war.
Der ehemalige stellvertretende Premierminister Australiens und Abgeordnete der One Nation Partei, Barnaby Joyce, gab ein Remote-Interview mit der Moderatorin der Sendung 7.30 auf ABC, Sarah Ferguson. Das Gespräch fand in einer ziemlich angespannten Atmosphäre statt: Die Journalistin fragte den Politiker nach umstrittenen Aussagen der Parteivorsitzenden Pauline Hanson, der Migrationspolitik und Vorwürfen der rassistischen Intoleranz.
Als die Moderatorin fragte, ob Joyce mit der Richtung, in die seine Partei steuert, wirklich zufrieden sei, begann der Politiker zu antworten:
— Ich denke…
Aber er konnte nicht zu Ende sprechen. Plötzlich drehte sich Joyce zur Seite und schrie ohrenbetäubend:
— SITZEN!
Für ein paar Sekunden konnte man denken, dass der emotionale Befehl an die Journalistin selbst gerichtet war. Doch der Politiker wurde sofort verlegen, lächelte und erklärte:
— Entschuldigung, das ist für den Hund.
Es stellte sich heraus, dass das Haustier, das sich in der Nähe befand, das Interview störte und wahrscheinlich außerhalb des Bildes bellte oder sich unruhig bewegte. Joyce versuchte, das Gespräch fortzusetzen, aber der unsichtbare Hund war zu diesem Zeitpunkt bereits zum Hauptdarsteller des Sendebeitrags geworden.
Der Interviewausschnitt verbreitete sich schnell in den sozialen Medien. Die Nutzer witzelten, dass der Politiker beschlossen habe, seinen Gegnern in „Hundesprache“ zu antworten, und einige Kommentatoren bezeichneten den Vorfall als eine der bemerkenswertesten Fernseh-Kuriositäten des Jahres.
Die Situation wird durch die Tatsache, dass Barnaby Joyces Name bereits mit einer berühmten „Hunde“-Geschichte verbunden ist, noch ironischer. Im Jahr 2015, als er Landwirtschaftsminister war, forderte er die Ausreise der Yorkshire Terrier von Johnny Depp und Amber Heard aus Australien, die unter Verstoß gegen strenge Biosicherheitsregeln ins Land gebracht worden waren. Damals warnte Joyce, dass die Tiere andernfalls eingeschläfert werden könnten.
Elf Jahre später gerieten Hunde erneut unerwartet in den Mittelpunkt seiner politischen Karriere. Diesmal endete es jedoch nicht mit einem internationalen Skandal, sondern mit ein paar Sekunden Verlegenheit, tausenden von Witzen und einem neuen viralen Video.
Das Video wurde unter anderem auf dem YouTube-Kanal 9 News Australiа veröffentlicht.
