Der Gott der Monetarisierung: Brasilianer veranstaltet auf dem Siegerpodest einen Werbemarathon

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Wertvoller Sponsor: Der Läufer trägt mehr als 10 Trikots auf dem Podest.

In der Welt des Spitzensports gewinnen normalerweise diejenigen, die am schnellsten laufen, am höchsten springen oder am elegantesten fallen. Doch in Brasilien kann man offenbar auch anders gewinnen – durch die Kraft des Marketings und Baumwollschichten.

Stellen Sie sich das Bild vor. Hitze, Staub, ein kleines Rennen in Jacobina (Bundesstaat Bahia). Ein Typ namens Valdemar Bispo Souza Filho, im Volksmund einfach Valdemar Boro oder Borozinho genannt, kommt ins Ziel. Platz fünf. Kein Gold, kein Silber, nicht einmal Bronze. Ein gewöhnliches „Danke fürs Mitmachen“. Doch dieses bescheidene Ergebnis verwandelte er in eine Show, über die jetzt das ganze Internet spricht.

Boro hatte nicht nur einen oder zwei Sponsoren. Ganze elf. Elf Unternehmen, die ein wenig Geld, Ausrüstung oder zumindest freundliche Worte in ihn investiert hatten. Und jedes hatte eine einfache Bedingung: „Wir wollen ein Foto auf dem Siegerpodest in unserem T-Shirt.“

Ein normaler Mensch würde in einer solchen Situation in Panik geraten, die Sekunden zählen und überlegen, wie er sich elfmal umziehen kann, bevor die Kampfrichter den Pokal abräumen. Boro handelte genial. Er zog alle elf T-Shirts auf einmal an. In Schichten. Wie einen Kohlkopf. Oder wie einen sehr dicken Touristen an einem kalten Tag.

Und da steht er nun auf der fünften Stufe (oder daneben, das ist egal), hält die Auszeichnung und beginnt, sie auszuziehen. Eins – das erste T-Shirt. Foto. Zwei – das zweite. Foto. Drei – das dritte. Foto. Und so weiter bis zum Ende. Die Menge schweigt zuerst, beginnt dann zu lachen und dann zu klatschen. Die Konkurrenten auf dem Podest können sich ein Lächeln nicht mehr verkneifen. Die Fotografen sind begeistert: Statt eines langweiligen Bildes bekamen sie eine ganze Modenschau von lokaler Bedeutung.

Jedes neue T-Shirt enthüllte ein neues Logo. Irgendwelche Banken, irgendwelche Pilates-Studios, irgendwelche lokalen Laufmarken. Alles sachlich. Kein unnötiges Gerede. Reines Geschäft.

Am Ende war sich Boro nicht zu schade und schrieb auf seinem Instagram so etwas wie: „Wenn noch jemand möchte, dass Borozinho euer T-Shirt auf dem Siegerpodest trägt – schreibt mir.“ Der Mann hat eindeutig begriffen, dass er eine Goldgrube gefunden hat.

Und genau das ist das Schöne daran. Die meisten Hobbysportler laufen für die Idee, für die Gesundheit und für ein „wenigstens bemerkt mich jemand“. Aber dieser Typ entschied: Wenn man schon läuft, dann mit maximalem Ertrag für die Sponsoren. Er hat die Verträge nicht nur erfüllt. Er hat sie übererfüllt. Mit Reserve. Mit Humor. Mit elf Stoffschichten, die bei der Hitze wahrscheinlich so viel wogen wie ein kleiner Rucksack.

Jetzt nennt man ihn den „Gott der Monetarisierung“. Und das zu Recht. Denn während die einen nach einem großen Sponsor suchen und von einem Vertrag mit Nike träumen, hat Boro elf kleine genommen und daraus eine ganze Aufführung gemacht.

Der Läufer selbst belegte bei dem Rennen den fünften Platz.

Aber bei der Effektivität der Monetarisierung kam er souverän als Erster ins Ziel.

Während andere Sportler nach dem Zieleinlauf einfach in die Kamera lächeln, sah Valdemar anscheinend gedanklich eine Tabelle vor sich:

„Sponsor Nr. 1 – erledigt.
Sponsor Nr. 2 – erledigt.
Sponsor Nr. 3 – gehen Sie nicht weg, ich bin noch nicht fertig“.

Die Moral der Geschichte ist einfach: Wenn Sie viele Sponsoren haben – seien Sie nicht schüchtern. Ziehen Sie alles auf einmal an. Und ziehen Sie es langsam aus. Lassen Sie es alle sehen. Und wenn Sie noch keine Sponsoren haben – fangen Sie an zu suchen. Denn auch einen fünften Platz kann man monetarisieren. Die Hauptsache ist, die richtige Garderobe zu wählen.

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Quellen

  • Atleta viraliza ao trocar de camisa onze vezes para mostrar todos os seus patrocinadores

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