Studie: Haustierhaltung verlangsamt den kognitiven Abbau bei Menschen über 50 Jahren

Bearbeitet von: Katerina S.

Studie: Haustierhaltung verlangsamt den kognitiven Abbau bei Menschen über 50 Jahren-1

Eine in JAMA Network Open veröffentlichte Langzeitstudie mit dem Titel „Pet Ownership, Living Alone, and Cognitive Decline Among Adults 50 Years and Older“ hat gezeigt, dass die Haltung von Haustieren mit einem langsameren kognitiven Abbau bei über 50-Jährigen korreliert. Die Arbeit stützt sich auf mehrjährige Beobachtungsdaten und belegt eine stabile Verbindung zwischen der Anwesenheit eines Tieres im Haushalt und dem Erhalt kognitiver Fähigkeiten.

Probanden, die Hunde oder Katzen hielten, zeigten eine deutlich langsamere Verschlechterung der verbalen kognitiven Fähigkeiten, des verbalen Gedächtnisses und der sprachlichen Gewandtheit im Vergleich zu Personen ohne Haustiere. Dieser Unterschied blieb auch unter Berücksichtigung von Alter, Bildungsniveau und ursprünglichem Gesundheitszustand bestehen.

Die tägliche Fürsorge für ein Tier – von Spaziergängen über das Füttern bis hin zum Spielen – sorgt für regelmäßige körperliche und geistige Beanspruchung. Diese Routine scheint die Neuroplastizität zu fördern und das Risiko für soziale Isolation zu verringern, welche wiederum kognitive Veränderungen beschleunigt.

Ein besonders ausgeprägter Effekt ließ sich bei Alleinlebenden beobachten: Hier sorgte das Haustier für eine strukturierte Tagesgestaltung und emotionale Einbindung. Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass es sich nicht um einen direkten Kausalzusammenhang handelt, sondern um eine statistisch signifikante Assoziation, die weiterer Untersuchung bedarf.

Die Ergebnisse stehen im Einklang mit früheren Erkenntnissen über die positiven Auswirkungen der Mensch-Tier-Interaktion auf die psychische Gesundheit. Angesichts der alternden Gesellschaft könnten solche Beobachtungen künftig Empfehlungen zur Prävention kognitiver Beeinträchtigungen beeinflussen.

Zwar liefert die Studie keine Grundlage dafür, Haustiere als Heilmittel zu betrachten, doch sie verdeutlicht, dass die Anwesenheit eines Tieres ein wesentlicher Faktor für den Erhalt des kognitiven Wohlbefindens im Alter sein kann.

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Quellen

  • Pets may be doing more than offering companionship as we age

  • The Associations between Human–Companion Animal Relationship Duration, Companion Animal Life Stage, and Relationship Quality

  • PubMed

  • JAMA Network Open

  • PMC10751597

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