Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Philosophie und Wissen?

Autor: lee author

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Philosophie und Wissen?-1

❓FRAGE:
Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Philosophie und Wissen? Gibt es kulturelle Unterschiede? Zum Beispiel, was in der einen Kultur als Wissen gilt, könnte in einer anderen als Philosophie oder bloßer Glaube angesehen werden. Ist es vielleicht aus diesem Grund, dass die modernen Naturwissenschaften als Wissen dominieren? Schließlich lässt sich ihre Gültigkeit überall beweisen, unabhängig vom Standort.

❗️ANTWORT von Lee:
Dem Wortsinne nach ist Philosophie die Liebe zur Weisheit. Wissen hingegen ist direkte Erfahrung. Dabei verwende ich persönlich den Großbuchstaben „W“, um damit wörtlich Erfahrung zu meinen, und nicht „was man mir gesagt hat“.

In einem akademischeren Sinne basiert Philosophie auf Annahmen. Wenn man sagt „angenommen,…“, markiert dies den Beginn der Philosophie. Ein zweites Merkmal ist der Vergleich oder das Urteil, etwa: „Der Tisch ist breiter als der Stuhl, also…“. Eine primitivere Variante ist die Moralpredigt: „Gut ist besser als Böse“. In diesem Fall handelt es sich jedoch nicht einmal mehr um Philosophie, sondern um Sophistik – die Verwendung persönlicher Schlussfolgerungen aus fremden Urteilen.

Wissen stützt sich jedoch nicht nur auf Erfahrung; es basiert im Grunde auf einem Einheitsmechanismus. Wissen ist immer auf einer unbewussten Ebene zugänglich, da es die Struktur der Existenz beschreibt. Der Mensch empfindet es als sein wahres Selbst. Wenn Wissen eintritt, werden alle Urteile und jegliche Philosophie überflüssig.

Sie empfinden das Eintreten von Wissen buchstäblich als Freude und Liebe, da Sie sich selbst darin erkennen. Man könnte sagen, dass Wissen Sie selbst beschreibt, aber nicht in Worten, sondern als direkte Erfahrung. Bei der Suche nach Lösungen verlässt sich der Verstand auf Erinnerungen und Urteile, was oft zu einer schmerzhaften „Gedankenmühle“, mangelnder Ruhe und Anspannung führt. Entsteht jedoch ein Impuls des Wissens – ein Einblick, eine geniale Idee – so wird dies als Ekstase und innerer Frieden empfunden.

Begeisterung ist ein Zeichen inneren Wissens, das noch nicht auf die bewusste Ebene gelangt ist. Das heißt, der Körper hat das Signal des Wissens bereits empfangen, aber der Verstand kann es noch nicht verarbeiten, da er trägheitsbedingt mit Urteilen beschäftigt ist.

Unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse basieren hauptsächlich auf Urteilen, da Vergleiche in ihnen angelegt sind. Die Newtonsche Physik ist eine Physik des Vergleichs und keine Physik des Wissens. Ihre Formeln haben keine eigenständige Grundlage; es gibt überhaupt nichts Eigenständiges – jede Beschreibung lautet: „Dies ist so, weil es so viel von etwas anderem enthält.“ Die Stagnation in der Physik ist deshalb bereits offensichtlich. Man versucht, die Masse aus einem „Massenträger“ – dem Higgs-Boson – abzuleiten; hier vereinfache ich, aber dies ist in etwa der Kern der Sache.

Letztendlich kann die Wissenschaft weder Zeit noch Raum definieren, und das nicht, weil Wissenschaftler dumm wären (sie sind klug), sondern weil die Wissenschaft es sich selbst verbietet. Es gibt sogar einige Verschwörungstheorien, die behaupten, dies sei absichtlich geschehen. Es geht jedoch nicht darum, wer dies eingeführt hat, sondern darum, dass es sich um ein veraltetes Paradigma des menschlichen Geistes handelt.

In naher Zukunft werden wir uns genau auf das Wissen stützen. Dann wird die Wissenschaft in allen Bereichen neu ausgerichtet. Eine der grundlegenden Neuerungen wird die Aufgabe der Trennung in Physik- und Chemiearten sein; stattdessen wird ein einheitliches System des Wissens die Grundlage bilden, aus dem sich dann weitere Anwendungsfelder für verschiedene Branchen ableiten lassen.

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Quellen

  • Сайт автора lee

  • Lee I.A.

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