Kleines Sonnen-Schaf hat alle besiegt: Wirbelloses Tier des Jahres 2026 gekürt 🌿🐑

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Kleines Sonnen-Schaf hat alle besiegt: Wirbelloses Tier des Jahres 2026 gekürt 🌿🐑-1

Die Welt hat einen neuen winzigen Helden.

Zum wirbellosen Tier des Jahres 2026 wurde laut The Guardian das Blattschaf gekürt – Costasiella kuroshimae, eine erstaunliche Meeresschnecke, die aussieht, als hätte die Natur beschlossen, ein Schaf, ein Blatt und einen Tropfen grünes Licht in einem einzigen Wesen zu vereinen.

Sie ist nur wenige Millimeter groß – etwa so groß wie ein Reiskorn. Doch genau dieses winzige Geschöpf hat es geschafft, weitaus größere und auffälligere Konkurrenten hinter sich zu lassen und die Liebe der Leser zu gewinnen.

Das Schaf, das mit „Solarenergie“ arbeiten kann

Die wichtigste Superkraft des Blattschafs klingt fast fantastisch.

Es ernährt sich von Algen, verdaut diese aber nicht einfach nur. Die Schnecke kann Chloroplasten in ihrem Körper speichern – Zellstrukturen, die Pflanzen für die Photosynthese nutzen.

Mit anderen Worten: Ein Teil der „Solarzellen“ der Algen arbeitet im Inneren des Blattschafs weiter.

Dank dessen kann es zusätzliche Energie aus dem Licht gewinnen.

Dieses Phänomen nennt man Kleptoplastie und es kommt nur bei wenigen Meeresorganismen vor.

Für ein Wesen von nur wenigen Millimetern Größe wirkt das fast wie natürliche Magie.

Warum es wie ein Schaf aussieht

Seinen englischen Namen – leaf sheep– verdankt die Schnecke ihrem ungewöhnlichen Aussehen.

Auf ihrem Kopf befinden sich kleine Auswüchse, die an Ohren erinnern, und ihr Rücken ist mit grünen, blattartigen Fortsätzen bedeckt.

Deshalb wirkt es auf Fotos tatsächlich wie ein winziges Cartoon-Schaf, das irgendwo auf einer Unterwasserwiese weidet.

Nur gibt es statt Gras ringsherum Korallen und Algen.

Sieg in einem ungewöhnlichen Wettbewerb

Der Wettbewerb „Invertebrate of the Year“ wurde ins Leben gerufen, um auf Tiere aufmerksam zu machen, die selten so viel Liebe und Schutz erhalten wie Pandas, Tiger oder Wale.

Im Finale konkurrierte das Blattschaf mit sehr ungewöhnlichen Arten.

Darunter waren die Patagonische Riesenhummel, der Pfeilschwanzkrebs und andere erstaunliche wirbellose Tiere.

Den zweiten Platz belegte schließlich Bombus dahlbomii – eine der größten Hummeln der Welt, die in Südamerika beheimatet ist.

Dritter wurde der uralte Pfeilschwanzkrebs, dessen Vertreter seit Hunderten von Millionen Jahren auf der Erde existieren.

Aber die Herzen der Leser flogen dennoch dem winzigen grünen Schaf zu.

Auch kleine Lebewesen sind wichtig

Die Geschichte des Wettbewerbs ist nicht nur ein Grund, über ein süßes Foto zu lächeln.

Wirbellose machen einen riesigen Teil der Tierwelt aus und erfüllen eine Vielzahl unverzichtbarer Funktionen.

Sie bestäuben Pflanzen, zersetzen organische Stoffe, erhalten die Bodengesundheit, dienen anderen Tieren als Nahrung und bilden ganze marine Ökosysteme.

Dennoch bleiben viele von ihnen für den Menschen fast unsichtbar.

Genau deshalb ist die Popularität des Blattschafs von Bedeutung.

Manchmal reicht ein einziges kleines Lebewesen, das man nicht ohne ein Lächeln betrachten kann, aus, um das Interesse der Menschen am Naturschutz zu wecken.

Im Jahr 2026 wurde ein solches Lebewesen zum Meeresschaf, so groß wie ein Reiskorn – grün, sonnig und absolut unglaublich.

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