Die Idee eines Teenagers rettete Dutzende Nashörner: Wie ein Farmer aus Namibia ein Programm für 197 Jungtiere ins Leben rief

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Im Jahr 2010 schlug ein fünfzehnjähriger Schüler aus Namibia seinem Vater vor, die familieneigene Antilopenzuchtfarm in ein Projekt zur Rettung von Breitmaulnashörnern umzuwandeln. Jahre später führte diese Idee zur Geburt von 197 Jungtieren — ein bemerkenswerter Beitrag zum Erhalt einer Art, deren Population in freier Wildbahn weiterhin bedroht ist.

Jaco Muller, ein Farmer aus der Region Kunene, begann im Kleinen: Im Jahr 2010 stellte er den Betrieb um, errichtete ein geschütztes Gebiet und gründete die gemeinnützige Organisation Help Our Rhinos Now. Die erste Geburt erfolgte im Jahr 2013, und bis zum Jahr 2025 wurde das Projekt zu einem der größten privaten Zuchtzentren für Breitmaulnashörner (Ceratotherium simum) in Namibia. Die Tourismuseinnahmen der im Jahr 2018 eröffneten Kifaru Lodge halfen, die Kosten für Schutz und Pflege zu decken.

Muller setzte sich nachdrücklich für die Legalisierung des Hornhandels ein und verglich das Abschneiden mit der Schur von Schafwolle: Das Tier bleibt am Leben, das Horn wächst nach, und die Erlöse fließen in den Schutz. Diese Haltung war umstritten — Gegner befürchteten die Geldwäsche von Wilderernhorn und eine steigende Nachfrage. Dennoch betonte der Farmer, dass das Verbot lediglich die Kriminellen bereichere, während die Farmbesitzer enorme Sicherheitskosten tragen.

Im Jahr 2024 exportierte das Projekt 42 Breitmaulnashörner nach Texas, dem Beispiel der Arabischen Oryx folgend, die durch Zucht in Gefangenschaft und anschließende Wiederauswilderung gerettet werden konnte. Muller überflog die Ländereien regelmäßig mit einem Gyrokopter und beobachtete die Tiere und Anzeichen von Eindringlingen. Im September 2026 kam er bei einem dieser Flüge bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Die Geschichte des Rhino Momma Project zeigt, wie eine private Initiative, gestützt auf wirtschaftliche Mechanismen und internationale Zusammenarbeit, staatliche Schutzbemühungen ergänzen kann. Selbst nach dem tragischen Tod des Gründers läuft das Programm weiter und erinnert daran, dass nachhaltige Zucht und Schutz eine echte Stütze für bedrohte Arten sein können.

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Quellen

  • Jaco Muller turned his 15-year-old son’s idea into 197 rhino births

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