Standard Chartered und Deloitte: Wie Banken und Konzerne in „grüne“ Lieferketten und KI investieren – und wer am Ende dafür zahlt

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

60% of CFOs expect AI costs to rise substantially through 2027. And 43% of them plan to keep embedding AI anyway. Deloitte just surveyed 1,434 finance leaders across 26 countries. The results tell the story of every company using AI right now — in one number. The more you use

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Banken und große Unternehmen investieren zunehmend in die Dekarbonisierung ihrer Lieferketten und in künstliche Intelligenz, doch hinter diesen Schritten steht nicht nur das Bemühen um Umweltschutz oder Technologie. Standard Chartered hat die kostenlose Plattform Supply Net Zero gestartet, die Lieferanten dabei hilft, ihre Kohlenstoffemissionen zu erfassen und zu senken. Gleichzeitig stellt Deloitte fest: 60 % der Finanzvorstände erwarten bis zum Jahr 2027 einen erheblichen Anstieg der Kosten und der Komplexität durch KI.

Die Plattform von Standard Chartered ermöglicht es Lieferanten, Emissionsdaten zu sammeln, Aktionspläne zu erstellen, an Webinaren teilzunehmen und den Fortschritt in Echtzeit zu verfolgen. Die Bank hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens die Hälfte ihrer Ausgaben an Lieferanten zu richten, die bereits wissenschaftlich fundierte Ziele zur Emissionsreduzierung haben. Im vergangenen Jahr ist die Emissionsintensität in der Lieferkette der Bank um 6 % gesunken. Solche Instrumente wirken wie Unterstützung für kleine Unternehmen, doch in Wirklichkeit verlagern sie einen Teil der Klimaverpflichtungen auf die Vertragspartner.

Parallel dazu steigen die Ausgaben für KI. Laut Deloitte bereiten sich die Finanzverantwortlichen darauf vor, dass die Kosten für künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Prozesse weiter zunehmen werden. Viele planen, komplexere Praktiken zur Steuerung dieser Kosten einzuführen, da die derzeitigen Instrumente bereits einen „Sticker-Schock“ im Unternehmensmaßstab zeigen. Dabei nennen 43 % der Befragten gerade die Einführung von KI zur Automatisierung als Priorität.

Hinter der äußeren Logik „grüner“ und technologischer Investitionen verbirgt sich eine einfache Rechnung: Wer die Daten und Standards kontrolliert, bestimmt die Spielregeln. Banken wie Standard Chartered erhalten die Möglichkeit, über Plattformen und Ziele Einfluss auf Lieferanten zu nehmen, während Konzerne durch Investitionen in KI auf künftige Effizienz hoffen. Umfragen zeigen jedoch, dass der Nutzen von KI bisher wenig offensichtlich bleibt und die Kosten vorhersehbar steigen.

Letztlich werden sowohl die Dekarbonisierung der Lieferketten als auch die Einführung von KI zu neuen Ausgabenposten, die schließlich auf die Endverbraucher und die kleinen Marktteilnehmer abgewälzt werden. Wie es ein altes Sprichwort sagt: „Wer die Musiker bezahlt, bestellt auch die Musik“ – nur dass in der modernen Variante die Musik immer teurer wird und die Zahl der Zahler stetig wächst.

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Quellen

  • ESG Technology News & Analysis - ESG Dive

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