USA übermitteln Kongress Absichtserklärung zu Iran-Abkommen

Bearbeitet von: Alex Khohlov

Das Weiße Haus hat dem Kongress ein „Memorandum of Understanding“ vorgelegt – ein historisches Dokument, das die Kampfhandlungen mit dem Iran für 60 Tage aussetzt. Das Memorandum traf am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, ein und löste im republikanischen Lager des Senats eine heftige Debatte aus.

Die 14 Punkte umfassende Vereinbarung wurde von Präsident Donald Trump am Dienstag, dem 17. Juni, im Schloss von Versailles in Frankreich bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron unterzeichnet. Das Dokument sieht eine Einstellung der Feindseligkeiten an allen Fronten vor, auch im Libanon, wo Israel Operationen gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah durchführte. Für 60 Tage nehmen die Parteien einen Verhandlungsprozess zur Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm auf – jene Schlüsselfrage, die im Zentrum des Konflikts zwischen Washington und Teheran stand.

Neben dem Waffenstillstand sieht das Memorandum gegenseitige Zugeständnisse vor: Die USA verpflichten sich, die Blockade iranischer Häfen aufzuheben und Sanktionen gegen iranisches Öl auszusetzen, damit das Land den Export wieder aufnehmen kann. Im Gegenzug verpflichtet sich der Iran, die Straße von Hormus für den freien Schiffsverkehr zu öffnen und unter keinen Umständen Atomwaffen zu entwickeln.

Ein besonderes Merkmal des Abkommens ist die Schaffung eines Investmentfonds in Höhe von 300 Milliarden Dollar. Dabei handelt es sich jedoch nicht um amerikanische Gelder: Der Fonds soll von den Golfstaaten und anderen ausländischen Investoren finanziert werden. Präsident Trump betonte, dass die USA keinen Cent beisteuern werden, jedoch kontrollieren, welche ausländischen Unternehmen Lizenzen für Geschäfte im Iran erhalten.

Die Reaktion des Kongresses fiel gespalten aus. Einige republikanische Senatoren äußerten Unmut – insbesondere darüber, dass die Regierung das Dokument Journalisten bereits vor der offiziellen Übergabe an die Gesetzgeber vorlas, was als Protokollbruch gewertet wurde.

Roger Wicker, der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses des Senats, trat als einer der schärfsten Kritiker auf. Er erklärte, das Memorandum mache sämtliche Erfolge der Operation „Epic Fury“ zunichte – einer Militärkampagne, die von Ende Februar bis Mitte Juni 2026 andauerte. Laut Wicker sei die Vereinbarung nicht streng genug und garantiere keineswegs den vollständigen Verzicht des Regimes auf seine nuklearen Ambitionen.

Wicker äußerte zudem Befürchtungen darüber, wie das Regime in Teheran die Sanktionserleichterungen nutzen könnte. „Irans Führung hat der Losung ‚Tod Amerika, Tod Israel‘ nicht abgeschworen und könnte die freigewordenen Mittel in die Unterstützung von Terrororganisationen stecken“, warnte er vor dem grundlegenden Misstrauen gegenüber iranischen Absichten.

Seine Haltung wurde von weiteren republikanischen „Falken“ geteilt. Senator Bill Cassidy bezeichnete das Abkommen als den „schlimmsten außenpolitischen Fehler seit zehn Jahren“ und verglich das Vorgehen der Regierung mit einem Rückzug von den Idealen des Kalten Krieges. Senator Rick Scott wiederum bezweifelte die Umsetzbarkeit des versprochenen Investmentfonds und äußerte die Sorge, dass die Golfstaaten ihren Verpflichtungen nicht nachkommen könnten.

Auch die Demokraten übten Kritik, wenn auch aus einer anderen Richtung. Susan Rice, eine hochrangige Vertreterin der Obama- und Biden-Regierungen, nannte den Deal den „größten nationalen Sicherheitsfehler der letzten Jahrzehnte“, da sie darin ungerechtfertigte Zugeständnisse sieht.

Der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, John Thune, merkte an, dass für die kommende Woche ein umfassendes Briefing für alle Senatoren erwartet werde. Er betonte die außerordentliche Wichtigkeit der Öffnung der Straße von Hormus für den Welthandel, fügte jedoch hinzu, dass der Kongress weitere Details zur Struktur und den Garantien des Investmentfonds benötige.

Das Dokument resultiert aus Verhandlungen nach einem fast viermonatigen Krieg, der Zehntausende Opfer forderte und schwere Schäden an der iranischen Infrastruktur hinterließ. Nun steht der Kongress vor der Aufgabe, das Abkommen genau zu prüfen und die Position der USA für die kommenden Verhandlungsrunden festzulegen. Davon, wie strikt die Einhaltung der Verpflichtungen durch den Iran kontrolliert wird, hängt nicht nur die regionale Stabilität ab, sondern auch das Vertrauen der Verbündeten Washingtons – allen voran Israels, dessen Haltung zum Abkommen kritisch bleibt und zusätzliche Garantien erfordert.

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Quellen

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  • Трамп подписал соглашение с Ираном о прекращении войны

  • Президенты США и Ирана подписали меморандум о взаимопонимании

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