Baumwolle, die nicht nass wird: Forscher entwickeln „intelligentes“ Textil für extreme Kälte

Autor: Tatyana Hurynovich

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Wissenschaftler haben ein ultraleichtes Synthetikmaterial entwickelt, das sich wie flauschige Baumwolle anfühlt, dabei jedoch kein Wasser aufnimmt. Die in der Fachzeitschrift „ACS Energy Letters“ veröffentlichte Entwicklung könnte künftig in Bekleidung für extrem kalte Umgebungen zum Einsatz kommen.

Als Inspiration diente dabei die natürliche Struktur der Baumwolle selbst. Das Forscherteam unter der Leitung von Kuang Shi integrierte mikroskopisch kleine Kapseln mit einem Phasenwechsel-Kohlenwasserstoff in die Polymerfasern. Je nach Lufttemperatur verfestigen oder schmelzen diese Kapseln und helfen so dabei, Wärme entweder zu speichern oder abzugeben.

Im Gegensatz zu herkömmlicher Baumwolle absorbiert das neue Gewebe weder Wasserdampf in feuchter Umgebung noch Wassertropfen. Das Material bleibt trocken und behält seine Flexibilität selbst nach mehrmaligem Biegen und Knicken bei.

In Labortests schnitt das Material deutlich besser ab als Baumwolle: Bei einer Temperatur von minus 25 Grad Celsius blieb eine in den neuen Stoff gehüllte Hand wesentlich wärmer. Bei Raumtemperatur hingegen ließ das Gewebe die Wärme besser entweichen und verhinderte so ein Überhitzen.

Selbst nach 20 Waschgängen verlor der Prototyp weder an Bauschkraft noch Fasern und behielt 97 Prozent seiner Wärmespeicherkapazität bei. Dies macht das Material sowohl für Alltagskleidung als auch für Spezialausrüstung äußerst vielversprechend.

Zwar befindet sich die Entwicklung derzeit noch im Prototypenstadium, doch sie vereint bereits den Komfort von Baumwolle mit der Funktionalität von Synthetik, ohne deren typische Nachteile zu übernehmen.

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Quellen

  • New heat-regulating fabric feels fluffy like cotton—but doesn't get wet

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