Indische Schachspieler warteten fünf Stunden auf ihre Hotelzimmer: Organisationsversagen vor der Olympiade

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Very poor first impressions of the Samarkand, Uzbekistan Olympiad 2026. Still waiting….

Srinath Narayanan
Srinath Narayanan
@srinathchess

Having a terrible experience at the @FIDE_chess 2026 Olympiad. The team landed 5 hours ago at Samarkand airport. The team still haven’t been allotted rooms, with absolutely no clarity on when it’ll be allotted.

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Die indische Mannschaft – amtierender Olympiasieger im Schach – landete in Samarkand und wartete fünf Stunden auf die Zimmerschlüssel. Mannschaftskapitän Srinath Narayanan schrieb in den sozialen Netzwerken von einer „schrecklichen Erfahrung“ zum Turnierauftakt, und Vidit Gujrathi fügte hinzu: „Ein sehr schlechter erster Eindruck.“

Die Organisatoren hatten eine Unterbringung im Hotel Silk Road by Minyoun versprochen, doch die Reservierungen erreichten das Hotel nicht rechtzeitig. Ein Teil der Spieler erhielt die Zimmer erst gegen Abend, die Trainer mussten sich die Zimmer teilen. Der indische Schachverband schaltete sich über die FIDE ein, und bis zur Nacht war die Angelegenheit geklärt, doch ein bitterer Nachgeschmack blieb.

Für eine Mannschaft, in der Gukesh, Arjun Erigaisi, Praggnanandhaa, Nihal Sarin und Vidit spielen, ist ein solcher Start nicht bloß eine alltägliche Unannehmlichkeit. Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst Weltmeister von der Logistik anderer abhängen. Wie in einer Partie, in der der Gegner deine Figuren vorab vom Brett genommen hat: Das Können ist da, die Bedingungen aber nicht.

Hinter dieser Geschichte steckt ein altes Problem: Die FIDE und die lokalen Organisationskomitees versprechen oft ideale Bedingungen, doch in Wirklichkeit entscheidet sich alles in letzter Minute. Im Jahr 2024 holte Indien in Budapest das Doppelgold, nun in Usbekistan – dieselbe Mannschaft, aber schon mit der Frage, wie gut die Organisatoren auf 200 Mannschaften vorbereitet sind.

Psychologisch ist das ein Schlag gegen die Konzentration. Nach einem langen Flug statt Erholung – Warten am Empfang. Gukesh und Co. müssen auf höchstem Niveau spielen, doch stattdessen vergeuden sie ihre Kräfte damit, herauszufinden, wo sie schlafen können. Der Vergleich ist einfach: Es ist, als müssten Fußballer vor dem Finale der Weltmeisterschaft im Bus am Stadion übernachten.

Die Situation wurde gelöst, doch das Signal ist klar: Selbst in einer Elite-Sportart, in der Indien dominiert, bleiben organisatorische Pannen die Norm. Der nächste Schritt sind nicht nur Medaillen, sondern auch Druck auf die FIDE, damit sich solche „Kleinigkeiten“ nicht wiederholen. Schließlich ist Schach nicht nur das Rechnen am Brett, sondern auch die Kunst, unter Bedingungen zu spielen, die andere schaffen.

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Quellen

  • Indian chess team stranded without hotel rooms on arrival for Chess Olympiad

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