Die achtbeste Pizza der Welt jetzt in Madrid: Baldoria und die neapolitanischen Wurzeln

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

In den Händen des Sizilianers Ciro Cristiano verwandelt sich der Pizzateig in eine dünne, aber elastische Scheibe mit Blasen am Rand — das Ergebnis langer Gärung und präziser Temperaturkontrolle. Er eröffnet Baldoria im Stadtteil Salamanca in der Calle José Ortega y Gasset, und bereits im zweiten Jahr in Folge belegt dieser Ort den achten Platz in der Weltrangliste 50 Top Pizza World 2026.

Die neapolitanische Tradition trifft hier auf den Madrider Rhythmus: Mehl aus Italien, San-Marzano-Tomaten, Büffelmozzarella und lokale saisonale Zutaten. Das Madrider Klima mit trockener Luft und starken Temperaturschwankungen hilft dem Teig, anders zu fermentieren als im feuchten Neapel, und verleiht der Kruste eine besondere Knusprigkeit außen und Zartheit innen.

Ciro Cristiano kam als Chefkoch der Gruppe Big Mamma nach Spanien, beschloss aber Ende 2022, einen eigenen Ort zu eröffnen. Er brachte die Technik mit, die er in Neapel verinnerlicht hatte: 24-stündige Gärung, einen Ofen bei 450 Grad und strenge Feuchtigkeitskontrolle. Jeden Tag prüft er persönlich den Teig und lehrt sein Team, sein „Atmen“ zu spüren.

Die Pizza in Baldoria ist nicht nur Essen, sondern die Fortsetzung der neapolitanischen Geschichte in einer neuen Stadt. Ciro Cristianos Umzug und seine Wahl Madrids zeigen, wie sich Tradition anpasst: Die Bäcker verwenden lokale Weine und Käse und bewahren dabei die Authentizität des Geschmacks, der ohne dieselben Hände und dieselbe Liebe zum Detail nicht nachzuahmen ist.

Mittlerweile hat Baldoria nicht nur den achten Platz in der Welt erreicht, sondern auch die Auszeichnung Best Marketing 2026. Das spiegelt wider, wie Bäckereien in Spanien Klassik mit modernem Branding verbinden und sowohl Einheimische als auch Touristen anziehen. Sechs spanische Betriebe schafften es in die Top-100, was vom wachsenden Interesse an neapolitanischer Pizza außerhalb Italiens zeugt.

Um die echte Pizza von Baldoria zu probieren, sollte man zu den Öffnungszeiten in der Calle José Ortega y Gasset, 100, kommen, am besten an einem Werktag kurz nach der Eröffnung — dann ist die Schlange kürzer und man kann den Prozess beobachten. Die Speisekarte wechselt mit den Jahreszeiten, aber Klassiker wie „Marinara“ oder „Margherita“ sind immer erhältlich.

Der Geschmack dieser Pizza erinnert daran, dass echte Traditionen nicht nur am Ort ihrer Geburt leben, sondern auch in den Händen derer, die sich entscheiden, sie zu bewahren und weiterzugeben.

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Quellen

  • La octava mejor pizza del mundo está en Madrid: publicado el 50 Top Pizza World 2026

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