In Australien erfreuen östliche Beutelmarder mit Nachwuchs: Hoffnung auf die Rückkehr der Art

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

In den geschützten Winkeln Australiens, wo Raubtiere wie der Mensch die einheimischen Bewohner längst verdrängt haben, bekommen die östlichen Beutelmarder wieder Nachwuchs. Diese kleinen Beuteltier-Raubtiere, die einst auf dem Festland weit verbreitet waren, verschwanden dort vor über einem halben Jahrhundert, aber Zucht- und Auswilderungsprogramme zeigen erste spürbare Erfolge.

Auf dem Festland gelten die östlichen Beutelmarder (Dasyurus viverrinus) als funktional ausgestorben, doch in Tasmanien haben sich wilde Populationen erhalten. Dort kreuzen sich die aus der Gefangenschaft entlassenen Tiere erfolgreich mit wilden, was die genetische Vielfalt stärkt. Auf dem Festland hingegen werden die Tiere in Reservaten untergebracht, die vor Füchsen und Katzen geschützt sind, wo die Weibchen bereits Junge tragen – bis zu sechs in einem Beutel.

Die Erfolge des Zoos von Sydney und anderer Zentren zeigen: Die Vermischung von erwachsenen und jungen Tieren bei der Freilassung erhöht die Chancen auf Fortpflanzung. In den letzten Jahren wurden mehrere Dutzend Beutelmarder freigelassen, und bereits sind die ersten Generationen entstanden, die unter den neuen Bedingungen geboren wurden. Dies ist nicht nur eine Zunahme der Populationsgröße, sondern eine Wiederherstellung der Rolle der Art im Ökosystem – als nächtlicher Jäger von Insekten und kleinen Tieren.

Die Hauptbedrohungen – eingeschleppte Raubtiere und der Verlust von Lebensräumen – erfordern ständige Kontrolle. Eingezäunte Gebiete bieten vorübergehende Zuflucht, aber der langfristige Erfolg hängt von der Ausweitung solcher Zonen und der Verringerung des Drucks auf die Natur außerhalb dieser Gebiete ab. Jede neue Generation von Beutelmardern erinnert daran, wie fragil die Verbindungen in der australischen Fauna sind.

Solche Projekte beweisen, dass gezielte Bemühungen bei Zucht und Wiederansiedlung Arten in ihre historischen Gebiete zurückbringen können, wenn man sie mit dem Schutz der Umwelt kombiniert.

25 Ansichten

Quellen

  • The conservation population of Australia’s endangered eastern quoll welcomes joeys

Lesen Sie mehr Artikel zu diesem Thema:

Joel Sartore’s Photo Ark Has Documented 18,000 Animal Species - For 20 years, National Geographic photographer Joel Sartore has been building Photo Ark, a global portrait project that now spans 18,000 species. Shot against simple backdrops, the images aim to showcase animals’

Reply
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.