Pazifischer Blauflossen-Thunfisch bekommt eine Chance: Länder einigen sich auf neue Fischereistrategie

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Die internationalen Bemühungen zur Rettung des Pazifischen Blauflossen-Thunfischs (Thunnus orientalis) haben erste spürbare Früchte getragen. Bei einem kürzlichen Treffen der Interamerikanischen Kommission für tropischen Thunfisch einigten sich die Länder auf eine langfristige Fangstrategie, die sowohl die Erholung der Population als auch mögliche künftige Risiken berücksichtigt.

Noch vor zehn Jahren war die Zahl dieser Art aufgrund übermäßiger Fischerei auf kritische 2,6 % des historischen Niveaus gesunken. Dank des im Jahr 2017 verabschiedeten Wiederherstellungsplans hat sich die Lage deutlich verbessert. Nun erlaubt die neue Strategie eine leichte Erhöhung der Quoten, senkt sie jedoch automatisch bei den ersten Anzeichen eines Rückgangs.

Wichtig ist, dass die Entscheidung auf der Grundlage langjähriger Forschung getroffen wurde und die Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem berücksichtigt. Die Kommission verwaltet die Bestände im östlichen Teil des Pazifiks, und eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit der Westpazifischen Fischereikommission koordiniert die Maßnahmen im gesamten Verbreitungsgebiet der Art.

Doch nicht alles verlief reibungslos. Den Ländern gelang es nicht, eine Mehrarten-Strategie für andere Thunfischarten zu vereinbaren – den Großaugen-, den Gelbflossen- und den Bonito-Thunfisch. Diese Arten werden häufig gemeinsam gefangen, und das Fehlen eines einheitlichen Beschränkungsmechanismus bei einem Rückgang einer von ihnen bleibt eine ernste Lücke.

Vertreter von Nichtregierungsorganisationen betonen, dass vorhersehbare Regeln nicht nur für die Natur, sondern auch für die Märkte wichtig sind. Ohne sie sinkt das Vertrauen in die Nachhaltigkeit der Lieferungen, und der Druck auf die Bestände könnte erneut wachsen.

Darüber hinaus wurden bei dem Treffen Fragen der Transparenz und der Bekämpfung illegaler Fischerei erörtert. Vorschläge zur Stärkung der Überwachung und zur Kontrolle der Schiffseigner erhielten bislang keine Unterstützung, obwohl die Notwendigkeit solcher Maßnahmen offensichtlich ist.

Der Erfolg beim Blauflossen-Thunfisch zeigt, dass gemeinsame Anstrengungen der Staaten die Lage zum Besseren wenden können, wenn man sich auf die Wissenschaft stützt und rechtzeitig Reaktionsmechanismen einplant. Für andere Thunfischarten bleibt eine solche Vereinbarung vorerst Zukunftsmusik.

Die Koordinierung zwischen den regionalen Fischereimanagementorganisationen bleibt der Schlüssel für die langfristige Erhaltung der Meeresressourcen.

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Quellen

  • Pacific bluefin tuna will get some help as countries agree to new harvest strategy

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