Im Test von Bluetooth-Trackern wurden der Apple AirTag, der Motorola Moto Tag und der Samsung SmartTag2 verglichen, wobei alle drei Geräte zwischen 39 und 40 Euro kosten. Sie alle werden von einer CR2032-Batterie betrieben, die einmal jährlich gewechselt werden muss, und ermöglichen eine präzise Ortung mittels Ultrabreitband-Technologie (UWB).
Der AirTag verbindet sich mit Apples „Wo ist?“-Netzwerk, der Moto Tag mit Googles „Mein Gerät finden“-Netzwerk und der SmartTag2 mit Samsung SmartThings Find. Die Größe dieser Netzwerke beeinflusst die Suchgeschwindigkeit: Apple gibt Hunderte Millionen Geräte an, Samsung über 300 Millionen, während Google keine genauen Zahlen veröffentlicht.
Bei Tests auf kurze Distanz (z.B. ein Schlüssel hinter dem Sofa) zeigten alle drei Tracker dank UWB eine vergleichbare Präzision. Im städtischen Umfeld, wie in Hamburg, fand der AirTag den Gegenstand aufgrund der höheren Dichte an iPhones schneller als die Konkurrenz. In ländlichen Gebieten, etwa auf einem Feld in Schleswig-Holstein, wurde der Unterschied deutlicher: Der AirTag führte erneut, der SmartTag2 funktionierte zuverlässig, sofern Samsung-Geräte in der Nähe waren, während der Moto Tag mehr Zeit benötigte.
Der SmartTag2 sticht durch zusätzliche Funktionen hervor, darunter die IP67-Wasserdichtigkeit und die Möglichkeit zur Befestigung an einem Armband. Der Moto Tag bietet ein ähnliches Design und einen vergleichbaren Preis, ist aber auf das Android-Netzwerk angewiesen. Der AirTag bleibt für Apple-Nutzer das vielseitigste Gerät, funktioniert jedoch nicht mit Android-Geräten für eine präzise Navigation.
Keiner der Tracker verfügt über ein eigenes GPS-Modul; sie sind stattdessen auf fremde Smartphones im jeweiligen Netzwerk angewiesen. In abgelegenen Gebieten kann die Suche daher Stunden dauern oder gänzlich erfolglos bleiben. Die Hersteller geben zudem keine genauen Zahlen über die aktuell aktiven Geräte in ihren Netzwerken bekannt.
Der AirTag lieferte in den meisten Szenarien die besten Ergebnisse hinsichtlich Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Der SmartTag2 eignet sich besonders für Galaxy-Besitzer, während der Moto Tag die optimale Wahl für andere Android-Nutzer ist. Die finale Entscheidung hängt somit maßgeblich vom Smartphone-Ökosystem des jeweiligen Nutzers ab.
