Ronaldo verließ das Trainingslager der Nationalmannschaft: Ende einer Ära oder nur ein Trainerwechsel?

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Cristiano Ronaldo verließ überraschend das Quartier der portugiesischen Nationalmannschaft in Kopenhagen, einen Tag vor dem Nations-League-Spiel gegen Dänemark. Offenbar war ein Konflikt mit dem neuen Cheftrainer Jorge Jesus der Grund, der beschlossen hatte, den 41-jährigen Kapitän nicht in der Startaufstellung einzusetzen.

Die Situation entwickelte sich rasant. Nach der Pressekonferenz von Jesus, auf der dieser bestätigte, dass Ronaldo nicht in der Startelf stehen würde, verließ der Stürmer von Al-Nassr das Trainingsgelände. Auf Instagram schrieb er, er habe nach einem Gespräch mit dem Verbandspräsidenten beschlossen abzureisen und werde den Portugiesen später „die ganze Wahrheit“ erzählen.

Dahinter steckt nicht nur die Kränkung eines Stars. Jesus, der zuvor mit Ronaldo in Saudi-Arabien gearbeitet hatte, machte seine Haltung klar: Der Trainer entscheidet, wer spielt, und niemand wird ihn zwingen, seine Meinung zu ändern. Ronaldo, der in den letzten Spielen entweder gar nicht zum Einsatz kam oder nur wenig Zeit auf dem Platz verbrachte, sah sich damit konfrontiert, dass sein Status als Ikone keinen Stammplatz mehr garantiert.

Portugal führt seine Gruppe in der Nations League an, doch der Weggang des Kapitäns stellt nicht nur die nächsten Spiele infrage. Es ist ein Signal des Generationenwechsels: Verband und Trainer wählen die Mannschaft ohne Rücksicht auf eine Legende, deren Länderspielkarriere bereits mehr als 200 Spiele und 146 Tore umfasst.

Solche Brüche im Sport erinnern oft an Familienstreitigkeiten: Alle wissen, dass die Beziehung lang und erfolgreich war, doch wenn einer der Partner beschließt, dass es Zeit ist, weiterzuziehen, gibt es keine Rückkehr mehr. Ronaldo versprach, die Gründe zu erklären – und von dieser Erklärung hängt ab, ob sein Weggang der Schlusspunkt oder nur eine vorübergehende Pause ist.

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Quellen

  • Ronaldo leaves Portugal camp ahead of Denmark Nations League clash, says, “In due course, I will tell the truth”

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