World Athletics hat die Liste der 20 Nominees für den Titel des besten Leichtathleten des Jahres 2026 bekannt gegeben — je zehn Männer und Frauen. Unter ihnen ragen der Schwede Armand Duplantis und die Schweizerin Audrey Werro als die Hauptanwärter hervor, deren Leistungen im Stabhochsprung und im Lauf über 800 Meter den Ton der Saison angeben.
Die Liste spiegelt nicht bloß die Statistik der Siege wider, sondern die Tiefe der Transformation der Leichtathletik: von den Marathonrekorden Tigst Assefas bis zu den Sprint-Doubles von Kenneth Bednarek und Melissa Jefferson-Wooden. Jeder Nominee trägt den Stempel seiner Disziplin, in der Taktik, Psychologie und sogar Geopolitik zu einem einzigen Gewebe verwoben sind.
Duplantis hat erneut den Weltrekord im Stabhochsprung verbessert und bei den Schlüsselwettkämpfen dominiert, einschließlich der Absoluten Weltmeisterschaft. Seine Erfolge erinnern daran, wie ein einzelner Athlet die Regeln einer ganzen Sportart neu schreiben kann, ähnlich wie ein Schachspieler die Strategie einer ganzen Partie mit einem unerwarteten Zug verändert.
Werro hingegen hat die Mittelstrecken erobert, Titel über 800 Meter gewonnen und ist zu einer strahlenden Figur in der Abstimmung geworden. Ihr Aufstieg zeigt, wie verborgene Motive — von der persönlichen Motivation bis zur Unterstützung des Verbands — Potenzial in reale Siege verwandeln, wenn der Druck der Menge und der Sponsoren wächst.
Das Fehlen von Jaroslawa Mahutschich in der Liste, trotz ihrer Triumphe im Hochsprung, unterstreicht die Härte der Kriterien: Die Stimmen der Athleten, der Medien und der „World-Athletics-Familie“ berücksichtigen nicht nur Rekorde, sondern auch den Einfluss auf die Entwicklung der Disziplin. Das erinnert an ein altes Sprichwort eines der Völker des Ostens: „Nicht der ist groß, der über allen steht, sondern der, der andere mit sich zieht.“
Die Finalisten werden im November bekannt gegeben, die Sieger — 29 November in Monaco. Diese Wahl zeichnet schon jetzt das Bild der Zukunft der Leichtathletik, in der das Gleichgewicht zwischen Spektakel und Tiefe der Leistungen bestimmt, wer zur Legende wird.

