Filmkritik zu „Das Sternbild des Hundes“ (Hundssterne, 2026). Gaya-Bewertung: 7.9/10

Autor: Svitlana Velhush

Filmkritik zu „Das Sternbild des Hundes“ (Hundssterne, 2026). Gaya-Bewertung: 7.9/10-1
The Dog Stars

Am 28. August 2026 fand in den Kinos die Premiere des neuen Films von Ridley Scott statt „Das Sternbild des Hundes“ (in einer alternativen Übersetzung – „Hundssterne“). Die Kritiker haben bereits ihr hartes Urteil gefällt und den Film mit niedrigen Bewertungen überhäuft, aber lassen Sie uns herausfinden, ob der Meister des Postapokalypse tatsächlich versagt hat oder ob wir es mit einem klassischen Missverständnis von Autorenkino zu tun haben?

Spoiler: Der Film hat uns sehr gut gefallen.

Bildsprache und Atmosphäre

Dies ist ein sehr intensiver, ungewöhnlicher und stellenweise beängstigender Blick auf die Postapokalypse. Ridley Scott beweist erneut, dass er Welten erschaffen kann, in die man hineinschauen möchte (und Angst davor hat). Ein besonderer und großer Dank gilt dem Kameramann – er ist einfach großartig! Das Bild im Film ist atemberaubend: präzise, düster, aber dennoch unglaublich schön. Jede Einstellung könnte man als Hintergrundbild verwenden.

Die Seele des Films

Der erste Teil des Films ist ein wahrer Schatz. Er gibt den Ton für die gesamte Erzählung vor, aber die wichtigste Entdeckung ist der Hund. Die Szenen mit dem vierbeinigen Begleiter sind erstaunlich herzerwärmend, lebendig und realistisch. In einer kalten und zerstörten Welt wirkt gerade diese Verbindung wie das wahre, schlagende Herz des Films. Diese Szenen verfolgt man mit angehaltenem Atem, sie rufen eine starke emotionale Resonanz hervor.

Das Schauspielensemble: brillant und präzise

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Besetzung. Alle Schauspieler haben hundertprozentig abgeliefert – die Auswahl ist perfekt. In den Hauptrollen: Jacob Elordi, Margaret Qualley, Josh Brolin, Guy Pearce, Allison Janney und Benedict Wong

Jede Figur ist lebendig, einprägsam und lebensecht gelungen. Es gibt keine einzige Nebenrolle: Selbst kurze Auftritte hinterlassen Spuren. Im Film spielen außerdem mit Ewen Bremner, James Craize, Sam Spruell und weitere talentierte Schauspieler

Die Chemie zwischen den Figuren ist förmlich spürbar, und die emotionalen Szenen (besonders die mit dem Hund) wirken so authentisch, dass einem der Atem stockt. Dies ist ein Fall, in dem das Schauspiel nicht nur das Bild ergänzt, sondern zu einem gleichwertigen Teil davon wird.

Ein Finale, das in Atem hält

Viele Zuschauer mögen die Mitte des Films als zu meditativ empfinden, aber genau sie ist nötig, damit das Finale funktioniert. Die letzten dreißig Minuten sind pure Spannung, Suspense und dichte Atmosphäre. Der Film wechselt abrupt die Tonlage, spinnt die Handlung und hält einen bis zum Abspann in Atem. Dies ist ein Fall, in dem das Ende die Geschichte nicht nur „fertig erzählt“, sondern alles auf den Kopf stellt und ein starkes Nachklingen hinterlässt.

Warum die Kritiker sich irrten?

Kritikerbewertungen

Rotten Tomatoes: 39 %

Metacritic: 51/100

Die meisten Kritiken, die direkt nach der Premiere erschienen, fielen verhalten oder negativ aus.

Die Hauptkritikpunkte der Kritiker

Der Film sei eintönig und vorhersehbar. Viele merkten an, dass er nichts grundlegend Neues für das Genre des Postapokalypse biete.

Trotz des schönen Bildes und Scotts Erfahrung fehle es dem Film an emotionaler Kraft. Das Drehbuch wird als Schwachstelle bezeichnet – die Geschichte packt nicht so, wie sie könnte.

Der Hauptdarsteller (Jacob Elordi) erschien einigen Kritikern oberflächlich und zu eintönig-traurig. Die Meinungen über die schauspielerische Leistung gingen auseinander: Manche finden, Elordi habe den Film „getragen“, andere meinen, das Material habe ihm nicht ermöglicht, sich zu entfalten.

Ähnliche Anmerkungen betreffen Josh Brolin und Margaret Qualley.

Die niedrigen Bewertungen von Fachpublikationen hängen wahrscheinlich mit überhöhten Erwartungen zusammen. Die Kritiker erwarteten von Scott wohl einen dynamischen Actionfilm oder einen geradlinigen Blockbuster.

Uns hat es völlig gereicht! Der Film hat seinen eigenen Stil. Professionell gedreht. Man schaut ihn in einem Atemzug. „Das Sternbild des Hundes“ ist Kino zum Eintauchen. Es ist eine künstlerische, visuelle und psychologische Reise, bei der es nicht um Schießereien geht, sondern um den Zustand des Helden und seine Verbindung zur Welt (und zum Hund).

Fazit

The Dog Stars | Offizieller Trailer

„Das Sternbild des Hundes“ ist ein starker, stilvoller und emotionaler Film, der keine verrissenen Kritiken verdient. Wenn Sie unkonventionelle Postapokalypse mögen, schöne Kameraführung schätzen und keine Angst vor langsamer, aber stetiger Spannungssteigerung haben – das ist Kino für Sie.

Endbewertung von Gaya: 7.9/10.

Eine klare Empfehlung zum Anschauen in einem dunklen Saal mit gutem Sound. Geben Sie diesem Film eine Chance, und er wird Sie nicht enttäuschen.

116 Ansichten

Quellen

  • The Dog Stars | Official Trailer

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