✉️ In Berlin konnten Verbrecher nicht ins Gefängnis geschickt werden — weil die Umschläge ausgingen

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

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Es gibt keine Umschläge — das Gefängnis ist abgesagt.

Im August 2026 entstand in Berlin ein Mangel an speziellen gelben Umschlägen, und vom 9.–10. September wurde die Geschichte den Medien bekannt. Es gibt Nachrichten, die man besser nicht erfinden könnte als die Realität.

In Berlin stieß die Staatsanwaltschaft auf ein Problem, das einer eigenen Episode einer Bürokratenkomödie würdig wäre:

Verurteilte gibt es.
Urteile gibt es.
Gefängnisse gibt es.
Plätze in den Gefängnissen gibt es auch.

Eines gab es nicht.

Umschläge.

Und zwar nicht gewöhnliche, sondern spezielle gelbe Umschläge für den offiziellen Schriftverkehr. Genau in ihnen werden rechtlich bedeutsame Benachrichtigungen versandt — darunter auch die, wann eine Person zum Antritt ihrer Strafe erscheinen muss.

Und an dieser Stelle sagte das Rechtssystem vorübergehend:

— Also… ohne Umschlag können wir ihn nicht einsperren.

Man kann sich das Gespräch vorstellen:

— Das Urteil ist rechtskräftig geworden?
— Ja.
— Muss die Person ins Gefängnis?
— Ja.
— Ist ein Platz frei?
— Ja.
— Wo liegt dann das Problem?
Die Kanzlei.

Wegen des Mangels an Umschlägen musste der Versand von etwa 1500 Briefen um zwei Wochen verschoben werden, und darunter waren Benachrichtigungen über den Beginn einer Haftstrafe.

Das heißt, irgendwo konnte eine Person durchaus zu Hause sitzen und denken:

„Nun ja… der Staat weiß, wo ich bin.“

Und der Staat wusste es.

Der Staat suchte nur gerade einen Umschlag.

Besonders schön wirkt dabei die Tatsache, dass einige Plätze in den Gefängnissen leer blieben.

Das Gefängnis:

— Wir sind bereit.

Die Staatsanwaltschaft:

— Wir auch.

Der Verurteilte:

— Ich habe es im Prinzip auch verstanden.

Der gelbe Umschlag:

— Mich aber nicht.

Der Grund war nicht nur der banale Mangel an Büromaterial: Das System der amtlichen Sendungen stellte auf neue Umschlagformulare um, und der Vorrat erwies sich als unzureichend.

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Wir sind bereit zum Pflanzen. Den Brief nicht senden.

Später kam die Lieferung dann doch, und die Arbeit wurde fortgesetzt.

Aber die Geschichte selbst ist schon wunderbar.

Denn wir sind es gewohnt zu glauben, dass über die Freiheit eines Menschen Richter, Anwälte und Gesetze entscheiden.

Und dabei zeigte sich, dass manchmal zwischen dem Menschen und dem Gefängnis der letzte Verteidiger steht:

ein gelber Umschlag für ein paar Cent. 😄

Und wenn irgendwann jemand sagt:

„Ein einzelner Mensch entscheidet gar nichts“,

kann man antworten:

— Vielleicht. Aber ein einzelner Umschlag — und wie.

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Das Gefängnis kann warten: Die deutsche Justiz steckt bei Bürobedarf fest.
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Quellen

  • Exklusiv: Verurteilte Kriminelle bleiben frei, weil Berlin keine Briefumschläg

  • Gelbe Umschläge fehlen: Verurteilte laufen frei herum

  • Berliner Straftäter müssen nicht ins Gefängnis, weil die Briefumschläge ausgegangen sind

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