Kasama-yaki und die Gastronomie von Ibaraki: Wie Keramik Gerichten neue Farbe und neuen Geschmack verleiht

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Der Koch stellt behutsam eine tiefe Kasama-yaki-Schale in warmem Ockerton auf den Tisch. Darin befinden sich saisonale Gemüsesorten, übergossen mit einer Sauce, die leicht über die unebene Glasur verläuft. Die Farbe des Geschirrs unterstreicht das Grün und die roten Akzente, und die Schale selbst wirkt wie eine Fortsetzung des Gerichts.

In der Präfektur Ibaraki, wo der Ton von Kasama bereits seit über dreihundert Jahren abgebaut wird, haben lokale Köche und Töpfer ein gemeinsames Experiment gestartet. Sie untersuchen, wie Form, Farbe und Textur der Keramik die Geschmackswahrnehmung und den visuellen Eindruck der Speisen beeinflussen. Eine Gruppe von Köchen aus der Region trifft sich mit Kasama-yaki-Meistern, um das Geschirr auf bestimmte Gerichte abzustimmen – von leichten Vorspeisen bis hin zu heißen Suppen.

Der Ton aus Kasama verleiht dem Geschirr einen charakteristischen warmen Farbton und eine leichte Porosität. In einer solchen Schale bleibt die Temperatur des Gerichts länger erhalten, und die Sauce zieht langsamer in die Wände ein. Die Töpfer merken an, dass traditionelle Brenntechniken es ermöglichen, Unregelmäßigkeiten in der Glasur zu erzeugen, die das Licht einfangen und ein Spiel von Schatten auf der Oberfläche der Speisen erzeugen.

Einer der Teilnehmer des Projekts ist ein Koch, der bereits seit einigen Jahren mit lokalen Landwirten zusammenarbeitet. Er erzählt, dass er früher das Geschirr nach praktischen Gesichtspunkten auswählte, heute aber darüber nachdenkt, wie die Farbe der Keramik das Gefühl von Frische bei Gemüse oder die Intensität einer Brühe verändert. Die Töpfer wiederum passen die Form der Griffe und die Tiefe der Schalen an die Wünsche der Köche an.

Das Projekt zeigt, wie ein traditionelles Handwerk Teil der modernen Gastronomie werden kann, ohne seine Identität zu verlieren. In Ibaraki, wo Tourismus und Landwirtschaft eng miteinander verknüpft sind, trägt eine solche Zusammenarbeit dazu bei, das Interesse am Handwerk zu bewahren und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf lokale Produkte zu lenken.

Treffen und Verkostungen finden in Kasama und Umgebung statt. Besucher können miterleben, wie ein Meister das Geschirr formt und brennt, und anschließend die Gerichte in diesen Gefäßen probieren. Am besten reist man im Herbst an, wenn die Erntezeit mit den Keramikfestivals zusammenfällt.

In diesem Geschirr hört Essen auf, einfach nur Essen zu sein – es wird Teil der Geschichte von Ton, Feuer und den Händen, die es erschaffen haben.

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Quellen

  • 料理×笠間焼で届ける極上の彩り 伝統工芸と美食が融合する茨城ガストロノミーの挑戦

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