Aravalli-Biodiversitätspark: Wie ein renaturierter Wald Millionen Liter Regenwasser für Delhi speichert

Bearbeitet von: An goldy

Mitten im hochgradig urbanisierten Delhi, wo Asphalt und Beton den Wasserabfluss während der Monsunzeit normalerweise beschleunigen, erfüllt ein renaturiertes Areal eine völlig andere Funktion: Wie ein Schwamm saugt es den Regen auf und verhindert, dass er ungehindert in die Straßen schießt.

Eine aktuelle Studie belegt, dass der Aravalli-Biodiversitätspark jährlich fast drei Millionen Liter Regenwasser speichert, wodurch der Oberflächenabfluss verringert und das Überschwemmungsrisiko gesenkt wird.

Der Park erstreckt sich über 692 Acres am südlichen Gebirgskamm der Stadt und war einst ein verlassenes Bergbaugebiet, das von Gruben und Abraumhalden geprägt war.

Heute gedeihen dort etwa 202.000 Bäume, die nicht nur Wasser zurückhalten, sondern auch die Luft reinigen, Kohlenstoff speichern und eine reiche Artenvielfalt unterstützen.

Wissenschaftler der Universität Delhi, die die Untersuchung im Jahr 2023 durchführten, nutzten das i-Tree-Eco-Modell sowie lokale Wetterdaten, um diese Ökosystemdienstleistungen zu bewerten.

Sie stellten fest, dass die Bäume jedes Jahr den Abfluss von fast drei Millionen Litern verhindern, indem sie das Wasser im Boden versickern lassen und so die Grundwasserreserven auffüllen.

Da der Park über einem bedeutenden Aquifer liegt, ist seine Rolle bei der Grundwasserneubildung im trockenen subtropischen Klima Delhis mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 774 Millimetern pro Jahr besonders wichtig.

Neben dem Wassermanagement filtern die Bäume jährlich etwa 127 Tonnen Luftschadstoffe heraus, was einem geschätzten wirtschaftlichen Nutzen von fast 1,89 Crore Rupien entspricht.

Der im Park gebundene Kohlenstoff beläuft sich auf etwa 8360 Tonnen Biomasse, wobei die jährliche Neuaufnahme bei weiteren 1236 Tonnen liegt, was einen zusätzlichen Wert von 11,34 Crore Rupien generiert.

Während früher invasive Arten wie Vilayati Kikar und Lantana das Gebiet überwucherten, dominieren heute einheimische Bäume wie Palas, die Indische Ulme, die Weißrindige Akazie und der Kadamba-Baum das Bild.

Im Park wurden rund 700 Pflanzenarten in 20 ökologischen Gemeinschaften sowie 80 einheimische Baumarten registriert, was einen widerstandsfähigen und vielfältigen Lebensraum schafft.

Das durch den früheren Morrum-Abbau entstandene unebene Relief hat verschiedene Mikrohabitate geformt – von Wäldern über Wiesen bis hin zu Feuchtgebieten –, die gemeinsam die Fähigkeit des Parks verbessern, heftige Regenfälle zu bewältigen.

Die Studie unterstreicht, dass die Wiederherstellung degradierter Flächen mit einheimischen Arten nicht nur ästhetische, sondern auch praktische Vorteile bietet, indem sie das Flutrisiko senkt, die Luftqualität verbessert und die Wasserressourcen regeneriert.

Angesichts der rasanten Urbanisierung gewinnen solche grünen Inseln für Städte zunehmend an Bedeutung, da die fortschreitende Versiegelung die Wasserproblematik normalerweise verschärft.

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Quellen

  • Aravalli Biodiversity Park helps Delhi retain 3 million litres of rainwater, reduce flooding: Study

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