Das evolutionäre Geheimnis trinkfester Bestäuber: Wie alkoholischer Blütennektar das Verständnis der Biologie verändert

Bearbeitet von: An goldy

Scientists just discovered bees and hummingbirds are drinking alcohol ──────────────── 🟣 A new study reveals that many flowers naturally contain small amounts of alcohol due to yeast fermenting sugars in nectar. As a result, pollinators like bees and hummingbirds

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Eine aktuelle wissenschaftliche Entdeckung von Forschenden der University of California, Berkeley hat dazu geführt, dass die Fachwelt gewohnte ökologische Wirkungsketten und die verborgene Physiologie von Lebewesen aus einer neuen Perspektive betrachtet. Es stellte sich heraus, dass gewöhnliche Bienen und Kolibris im Zuge ihres Alltags regelmäßig Alkohol konsumieren, ohne sich dessen bewusst zu sein. Eine neue, umfassende biologische Studie belegt, dass der Nektar zahlreicher Blütenpflanzen von Natur aus geringe Mengen an Ethanol enthält. Dieser chemische Prozess wird durch die Aktivität mikroskopisch kleiner Hefepilze ausgelöst, die zusammen mit anderer Mikroflora in die Blütenknospen gelangen und dort die Vergärung des ursprünglich im süßen Pflanzensaft enthaltenen Zuckers bewirken.

Infolgedessen kommen für die Biosphäre so entscheidende Bestäuber wie Vögel und Insekten bei jeder ihrer täglichen Nahrungsaufnahmen beständig mit Alkohol in Kontakt. Auf den ersten Blick mag die Ethanolkonzentration im Nektar für den Menschen verschwindend gering erscheinen. Die Wissenschaftler führten jedoch präzise Berechnungen durch, die sowohl das winzige Gewicht dieser Tiere als auch die enormen Mengen an flüssiger Nahrung berücksichtigten, die sie zur Aufrechterhaltung ihres Energiehaushalts täglich aufnehmen müssen. Es zeigte sich, dass einige Kolibriarten und Wildbienen im Verhältnis zu ihrem eigenen Körpergewicht täglich eine Alkoholmenge konsumieren, die der Tagesration eines Erwachsenen entspricht, der ein ganzes Glas eines alkoholischen Getränks zu sich nimmt.

Die verblüffendste Erkenntnis für die Biologen war jedoch, dass diese Tiere keinerlei Anzeichen von Trunkenheit, verlangsamten Reaktionen oder Intoxikation zeigen. Die Vögel behalten selbst bei komplexesten Flugmanövern eine tadellose Koordination bei, während Bienen sich fehlerfrei orientieren und zielsicher den Weg zurück in ihre Stöcke finden. Dies deutet darauf hin, dass Bestäuber im Laufe einer langen gemeinsamen Evolution eine einzigartige und hocheffiziente Ethanolresistenz entwickelt haben, die es ihrem Stoffwechsel ermöglicht, Toxine augenblicklich abzubauen, ohne dass Gesundheit oder innere Organe Schaden nehmen.

Diese Entdeckung verändert die etablierten wissenschaftlichen Vorstellungen über die Interaktion zwischen Flora und Fauna grundlegend. Bisher galt Blütennektar als eine ausschließlich reine und sichere Quelle für Kohlenhydratenergie. Nun müssen Forscher tiefergehend untersuchen, wie genau dieser verborgene Alkoholfaktor die ökologischen Wechselbeziehungen und das Sozialverhalten von Wildtieren beeinflusst. Darüber hinaus könnte eine detaillierte Untersuchung der biochemischen Mechanismen, die Bienen und Kolibris vor den schädlichen Auswirkungen von Alkohol schützen, neue Horizonte für das Verständnis der Evolution des Stoffwechsels und der allgemeinen Anpassung lebender Organismen an eine sich verändernde Umwelt eröffnen.

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Quellen

  • UC BERKELEY

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