Antarktischer Krill: Fischerei schließt Monate früher wegen wachsendem Druck

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

“The companies fishing for Antarctic krill have harvested so much so quickly that the season had to close in August 2026, three months before it was scheduled to end. That’s the second consecutive year of an early closing.” 👇🏼#environment #oceans #humanplanet krill 👇🏼

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Helena Scott
Helena Scott
@HelenanMimi

The venality of corporate ecological destructors defies rational thought ❗️❗️❗️Source: The Conversation share.google/XPW4xYtsQI3Y7J…

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Im August 2026 schloss die Fischerei auf antarktischen Krill im Südlichen Ozean erneut vorzeitig – bereits das zweite Jahr in Folge. Die Quote von 620 Tausend Tonnen war lange vor dem üblichen November erschöpft, und dieses Ereignis lässt über das fragile Gleichgewicht eines ganzen Ökosystems nachdenken.

Der Antarktische Krill (Euphausia superba) ist ein winziges Krebstier, das die Grundlage der Nahrungskette der Region bildet. Von ihm hängen Pinguine, Wale, Robben, Fische und Tintenfische ab. Ohne ihn riskiert die gesamte antarktische Lebenspyramide ins Wanken zu geraten, und die Folgen könnten sogar entfernte ozeanische Systeme betreffen.

Die frühe Schließung hängt mit dem starken Wachstum der Flotte und der Konzentration der Schiffe in den krillreichsten Gebieten zusammen – vor der Antarktischen Halbinsel und den Südlichen Orkneyinseln. Norwegische und chinesische Unternehmen dominieren die Fänge, und die Konkurrenz zwischen ihnen nimmt nur zu.

Die Quote von 620 Tausend Tonnen wurde bereits im Jahr 1991 als Vorsichtsmaßnahme festgelegt, um den Raubtieren nicht zu schaden. Doch nun konzentriert sich der Fang gerade in den wichtigsten Nahrungsgebieten von Pinguinen und Walen, was bei Wissenschaftlern Besorgnis auslöst. Die genauen Auswirkungen auf die Populationen sind noch unbekannt, aber das Vorsorgeprinzip erfordert bereits jetzt Maßnahmen.

Klimaveränderungen erhöhen den Druck: Die Erwärmung verändert die Verteilung des Krills, und die Fischerei überlagert diese Verschiebungen. Wissenschaftler stellen fest, dass die Kombination beider Faktoren schwerwiegender sein könnte als jeder für sich.

Diplomatische Streitigkeiten in der CCAMLR dauern an. Einige Länder streben eine Erhöhung der Quoten an, andere die Schaffung neuer Schutzgebiete. Bisher wurde kein Kompromiss gefunden, und jede Saison bringt neue Rekorde beim Fang.

Krill wird für Aquakulturfutter, Heimtierfutter und Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Das kommerzielle Interesse wächst, aber dahinter steht die Frage: Wie nachhaltig kann man die Grundlage eines gesamten Ökosystems nutzen?

Die frühe Schließung der Fischerei ist nicht nur eine Statistik, sondern ein Signal dafür, dass selbst eine „streng regulierte“ Fischerei strengere Maßnahmen zur Verteilung der Anstrengungen und zur Berücksichtigung der Bedürfnisse wildlebender Populationen erfordert.

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Quellen

  • Antarctic krill fishery closes months early amid increasing fishing pressure

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