Am Abend des 8. Juli 2026 verließ Präsident Donald Trump nach dem NATO-Gipfel unbemerkt Ankara. Anstatt mit der „Legacy Air Force One“ zu fliegen, wie vom Weißen Haus angekündigt, stieg er in eine kleinere C-32A um – eine modifizierte Boeing 757.
Die Operation begann, nachdem die amerikanischen Angriffe auf den Iran wieder aufgenommen worden waren. Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts waren gescheitert, und die Geheimdienste registrierten eine konkrete Attentatsgefahr auf Trump oder sein Flugzeug.
Journalisten und ein Teil der Mitarbeiter des Weißen Hauses bestiegen die „Legacy Air Force One“ in dem Glauben, der Präsident sei an Bord. Tatsächlich stiegen Trump und einige seiner Assistenten über die Gangway hinab, wechselten in einen Catering-LKW und fuhren zu der danebenstehenden C-32A.
Ein Video vom Schauplatz zeigt, wie der Container des Lastwagens zur Tür der „Legacy Air Force One“ hochfuhr, sich dann wieder senkte und wegfuhr. Wenige Minuten später bestieg eine Person im Anzug die Gangway der C-32A. Das Flugzeug startete unter dem Rufzeichen „Reach 18“, ohne die gewohnte Pracht.
Die neue, von Katar gestiftete Boeing 747-8 war als Erste abgeflogen. Die „Legacy Air Force One“ hob, nun ohne den Präsidenten, unter dem Rufzeichen „AF1“ ab und traf später in Mildenhall ein. Die C-32A landete gegen 22:20 Uhr Ortszeit.
Das Weiße Haus wiederholte öffentlich die Version des Starts mit der „Legacy Air Force One“. Die Operation blieb selbst vielen Verwaltungsmitarbeitern und der Presse unbekannt. Solche Täuschungsmanöver wurden bereits früher angewendet – beispielsweise unter Clinton im Jahr 2000 in Pakistan – aber selten mit einem derartigen Ausmaß an Irreführung.
Die Bedrohung durch den Iran ist nicht neu: Washington fürchtet seit Jahrzehnten Terroranschläge gegen amerikanische Amtsträger. In den letzten Monaten hat die Spannung aufgrund der Rolle der USA im Konflikt zugenommen. Die Türkei, Nachbar des Iran und NATO-Mitglied, wurde zu einem besonders sensiblen Punkt.
Offizielle betonten, dass die Sicherheit des Präsidenten Priorität habe und die Details solcher Operationen geheim bleiben müssten. „Wir müssen das ‘Geheimnis’ im Secret Service bewahren“, bemerkte der ehemalige amtierende Direktor des Secret Service, Ronald Rowe.
Doch wie weit kann man bei der Verschleierung von Präsidentenreisen gehen, wenn es um das Vertrauen der Öffentlichkeit und der Presse geht?
Die Regierung versichert, dass das neue katarische Flugzeug mit fortschrittlichen Sicherheitsprotokollen ausgestattet und zusätzlichen Modifikationen unterzogen wird. Für die Evakuierung Trumps aus der Gefahrenzone mussten jedoch ein drittes Flugzeug und ein komplexes Schema mit einem Lastwagen eingesetzt werden.



