Die Auslosung für die Ligaphase der Champions League 2026/27 in Monaco hat die Klubs nicht einfach in Paare, sondern in zwei Lager geteilt: diejenigen, die einen relativ ausgeglichenen Spielplan erhalten haben, und diejenigen, die bereits in den ersten Runden durch den „Weg des Todes“ gehen müssen.
Arsenal und Real Madrid gehören zu den Hauptprofiteuren. Die „Gunners“ spielen zu Hause gegen Real und auswärts gegen Bayern – aber insgesamt wirkt ihr Spielplan ausgewogen. Real hingegen hat Begegnungen mit City und Liverpool vermieden und bekommt es mit Inter, PSV und Roma unter relativ komfortablen Bedingungen zu tun.
PSG, der amtierende Meister, hat dagegen einen der schwersten Spielpläne erwischt: Barcelona zu Hause, Manchester City auswärts, Aston Villa, Galatasaray und Villarreal. Auch Manchester City hat Pech – zwei Top-Spiele gegen PSG und Barcelona bereits zum Auftakt.
Im neuen Ligamodus, in dem jede Mannschaft acht Spiele bestreitet, kommt es nicht nur auf die Qualität der Gegner an, sondern auch auf deren Verteilung über die Spieltage. Klubs mit einem dichten Programm großer Spiele riskieren, Punkte zu verlieren, bevor sie überhaupt in Form kommen. Arsenal und Real können offenbar schwere und einfachere Spiele abwechseln und so die Schlüsselspieler frisch halten.
Stellen Sie sich einen Marathonläufer vor, der zu Beginn gegen zwei Weltmeister in Folge läuft und dann eine Woche Pause bekommt: Genau so sieht der Spielplan von PSG im Vergleich zu dem von Real aus. Psychologisch und physisch ist das ein enormer Unterschied.
Die Auslosung hat gezeigt, dass der Erfolg in der erweiterten Champions League immer mehr nicht nur vom Kader abhängt, sondern auch von der Fähigkeit des Verbands und des Klubs, die Belastung zu planen. Diejenigen, die einen ausgeglichenen Weg erhalten haben, wirken jetzt schon näher am Finale in Madrid im Juni 2027.
