Nach dem Ende von Wimbledon macht der große Tennissport keine lange Pause. Während die Top-Spieler sich allmählich auf die nordamerikanische Hartplatzserie vorbereiten, gehen die ATP- und WTA-Wettbewerbe in Europa weiter. Diese Woche können die Fans mehrere Turniere in Österreich, Portugal, Tschechien und Deutschland verfolgen.
Männer spielen in Kitzbühel und Estoril
Im österreichischen Kitzbühel findet das ATP-250-Turnier Generali Open statt. Die Spiele werden auf Sandplätzen im Freien ausgetragen. Die Wettbewerbe begannen am 20. Juli und das Finale ist für den 25. Juli geplant.
Kitzbühel gilt traditionell als eines der malerischsten Turniere der Tennissaison. Die Plätze liegen inmitten der Alpen, und die Höhenlage, der ungewohnte Ballabsprung und mögliche Wetterwechsel machen die Spiele oft besonders unvorhersehbar.
Zu den Hauptteilnehmern des Turniers gehören Alexander Bublik, Flavio Cobolli und Valentin Vacherot. Für Bublik gilt Sand nicht als sein bequemstes Belag, doch sein starker Aufschlag, seine schnellen Stoppbälle und sein unkonventioneller Stil können jedem Gegner Probleme bereiten.
Gleichzeitig findet in Estoril, Portugal, ein ATP-250-Herrenturnier statt. Es wird ebenfalls auf Sand ausgetragen und dauert vom 20. bis 26. Juli. Die größten Stars der Veranstaltung sind Casper Ruud, Andrey Rublev und Luciano Darderi.
Ruud ist traditionell besonders gefährlich auf langsamen Belägen. Der Norweger bewegt sich sicher auf dem Platz, kann ein hohes Tempo in den Ballwechseln lange aufrechterhalten und gilt als einer der Hauptfavoriten auf den Titel. Rublev wird versuchen, seinen Gegnern seinen aggressiven Vorhand- und kraftvollen Grundlinienschlag entgegenzusetzen.
Frauenturniere finden in Prag und Hamburg statt
In der Hauptstadt Tschechiens findet die Livesport Prague Open statt – ein WTA-250-Turnier. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Wettbewerben dieser Zeit werden die Spiele in Prag auf Hartplätzen im Freien ausgetragen.
Am Hauptfeld nehmen 32 Tennisspielerinnen teil, und die Wettbewerbe dauern bis zum 26. Juli. Das Turnier ist besonders wichtig für junge Sportlerinnen und Vertreterinnen Mitteleuropas, die die Möglichkeit erhalten, Weltranglistenpunkte zu sammeln, bevor die großen Turniere in Nordamerika beginnen.
Eine der zentralen Figuren für die lokalen Zuschauer bleibt Barbora Krejčíková. Die Grand-Slam-Siegerin kann sowohl im Einzel als auch im Doppel erfolgreich agieren. Große Aufmerksamkeit gilt auch den jungen tschechischen Tennisspielerinnen, für die das Heimturnier eine Chance ist, sich vor ihren Fans zu beweisen.
Ein weiteres Frauenturnier findet in Hamburg statt. Die MSC Hamburg Ladies Open werden auf Sandplätzen im Freien im berühmten Rothenbaum-Komplex ausgetragen. Im Einzel treten 32 Sportlerinnen an, im Doppel 16 Paare.
Der Hamburger Sandboden erfordert Geduld, gute körperliche Vorbereitung und die Fähigkeit, lange Ballwechsel zu spielen. Hier haben es besonders schwer die Tennisspielerinnen, die es gewohnt sind, Angriffe mit wenigen Schlägen abzuschließen. Meist gewinnen diejenigen, die sich auf dem Platz besser bewegen, defensiv sicher spielen und in langen Matches die Konzentration bewahren. (Women's Tennis Association)
Übergangsphase der Tennissaison
Die Turniere im Juli liegen zwischen zwei wichtigen Teilen der Saison. Hinter ihnen liegt die Rasenserie mit dem Hauptereignis Wimbledon. Vor den Spielern warten große Turniere in Montreal und Cincinnati, und dann die US Open.
Daher wählen einige der führenden Tennisspieler Erholung und Vorbereitung auf Hartplätzen, während andere weiterhin auf europäischem Sand spielen, um Punkte zu sammeln, ihre Position in der Rangliste zu verbessern und Titel zu gewinnen.
Die interessantesten Ereignisse der Woche werden der Kampf zwischen Alexander Bublik und Flavio Cobolli in Kitzbühel, die Auftritte von Casper Ruud und Andrey Rublev in Estoril sowie die Spiele von Barbora Krejčíková und anderen tschechischen Tennisspielerinnen in Prag sein.
Obwohl Wimbledon beendet ist, geht die Tennissaison praktisch ohne Unterbrechung weiter. Einige Spieler kämpfen noch auf Sand, andere wechseln bereits zu Hartplätzen, und die Fans können jeden Tag Spiele in mehreren europäischen Städten verfolgen.




