In Split 6 Oktober Spanien und Kroatien treffen im Spiel der Nations Leagueaufeinander, wo es nicht nur um Punkte geht, sondern um die Bestätigung des Status als Weltmeister gegen eine Mannschaft, die einen schmerzhaften Übergang durchlebt.
Die Spanier sind seit mehr als vierzig Spielen unbesiegt, und Lamine Jamal wirkt mit 19 Jahren bereits wie ein Anführer, der Ergebnisse bestimmen kann. Kroatien versucht nach der demütigenden Niederlage gegen England, sich zu fangen, doch Veteranen wie Modrić können das Fehlen von Frische nicht ewig ausgleichen.
Die Taktik von de la Fuente baut auf Ballkontrolle und schnellen Flügelangriffen, wo Jamal und Pedri Chancen aus dem Nichts kreieren. Bei den Kroaten unter der Leitung von Bilić liegt der Akzent auf Kontern und Standards, doch nach 7:0 gegen England wirkt die Abwehr verletzlich.
Psychologisch ist das Spiel für Kroatien ein Test der Resilienz: Werden sie nach einer Serie von Misserfolgen nicht zerbrechen oder erneut früh ein Gegentor kassieren? Für Spanien ist es die Chance, die Führung in der Gruppe zu festigen und zu zeigen, dass Jugendlichkeit der Reife nicht im Wege steht.
Wie im Schach, wo ein genialer Debütant einen erfahrenen Meister dank frischer Ideen übertrumpft, zwingt Jamal schon jetzt ganze Mannschaften, sich neu aufzustellen. Die Analogie ist einfach: Das ist nicht nur Fußball, sondern ein Epochenwechsel, in dem Geschwindigkeit und Kreativität Ausdauer und Erfahrung besiegen.
Der Sieg Spaniens ist hier nicht nur ein Ergebnis, sondern ein Signal dafür, wie sich der europäische Fußball verändert: Junge Talente aus Barcelona und Real geben den Ton an, und Legenden wie Modrić bereiten sich auf das Finale ihrer Karriere vor.

