Bei den Asienspielen 2026 in Aichi-Nagoya kehrten indische Leichtathleten endlich auf das Podium zurück: Die Mixed-Staffel über 4×400 m gewann Silber, und Sima Kumari holte Bronze im 10-000-Meter-Lauf. Das sind nicht nur Medaillen, sondern ein Signal, dass die indische Leichtathletik beginnt, Jahrzehnte des Stillstands zu überwinden.
Das Mixed-Team mit Vishal TK, Manu TS, Vithya Ramraj und Puvamma Raju lief eine Zeit von 3:14,46 und musste sich nur Bahrain geschlagen geben. Vithya sicherte auf der letzten Etappe mit einem kraftvollen Finish Silber vor den Vietnamesen. Für Indien ist es bereits die dritte Medaille in Folge in dieser Disziplin seit ihrer Einführung bei den Asienspielen.
Sima Kumari beendete den Lauf über 10 000 m mit einer Zeit von 32:50,05 als Dritte — die erste indische Medaille in dieser Disziplin seit 16 Jahren. Gold ging an die Bahrainerin Winfred Yavi, Silber an die Japanerin Nozomi Tanaka. Sima, eine 25-jährige Läuferin, bewies, dass beharrliches Training und taktische Ausdauer die Geschichte wenden können.
Diese Erfolge stehen im Kontrast zur allgemeinen Lage der indischen Leichtathletik: Lange Jahre dominierten andere asiatische Länder, und Indien blieb im Schatten. Jetzt aber zeigen die Staffel und Sima, dass systematische Arbeit mit dem Nachwuchs und psychologische Vorbereitung Früchte tragen. Wie im gewöhnlichen Leben: Ein starker Endspurt kann das ganze Rennen verändern, wenn das Team bis zum Schluss zusammenhält.
Für den indischen Sport ist das nicht bloß Statistik. Medaillen in der Leichtathletik beeinflussen die Motivation der nächsten Generation, ziehen Sponsoren an und verändern die Haltung der Verbände zur Förderung der Grundsportarten. Es stehen noch viele Wettkämpfe bevor, doch schon heute ist klar: Indien kann nicht nur im Cricket und im Schießen konkurrieren.


