Gestern, am 16. August, fand in Birmingham der Abschlusstag der Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 statt. Das Finale war sehr ereignisreich: Rekorde, dramatische Endspurts und ein Kampf um den ersten Platz im Medaillenspiegel bis zum allerletzten Wettkampf.
Der Hauptakteur des Abends war erneut Armand Duplantis. Der Schwede gewann den Stabhochsprung mit einer Höhe von 6,15 m, stellte damit einen neuen Europameisterschaftsrekord auf und sicherte sich seinen vierten europäischen Titel in Folge. Silber ging an Emmanouil Karalis mit 6,00 m.
Die Britin Amy Hunt beendete das Turnier sehr beeindruckend. Der Sieg in der Mixed-Staffel über 4×100 m war bereits ihre vierte Goldmedaille bei einer Europameisterschaft. Dabei stellte das britische Team einen Europarekord von 39,97 Sekunden auf.
Im 1500-m-Lauf der Frauen siegte die Britin Georgia Hunter Bell. Sie absolvierte die letzte Runde sehr stark und überquerte die Ziellinie als Erste mit einer Zeit von 4:07,78.
Eines der spannendsten Ergebnisse gab es im Weitsprung der Frauen. Die Italienerin Larissa Iapichino gewann mit 7,00 m, während die Britin Jazmin Sawyers ihr nur um einen Zentimeter unterlag – mit 6,99 m. Dabei lagen die fünf besten Athletinnen innerhalb von nur sechs Zentimetern.
Am Morgen fanden die Marathons statt. Bei den Frauen siegte die finnische Läuferin Alisa Vainio mit einer Zeit von 2:22:26, womit sie den Meisterschaftsrekord deutlich verbesserte. Bei den Männern gewann der Deutsche Amanal Petros mit 2:09:11.
Zwei weitere individuelle Goldmedaillen sicherten sich gestern der Deutsche Frederik Ruppert über 3000 m Hindernis und die Kroatin Sara Kolak im Speerwurf.
Die Hauptentscheidung im Mannschaftswettbewerb fiel buchstäblich im letzten Start der Meisterschaft. Italien gewann die 4x400-m-Staffel der Männer und beendete die Meisterschaft dadurch als Erster im Medaillenspiegel: 10 Gold-, 6 Silber- und 6 Bronzemedaillen – insgesamt 22.
Großbritannien belegte den zweiten Platz, Deutschland den dritten.
Fazit:
Duplantis war erneut herausragend, Hunt sammelte vier Goldmedaillen, im Weitsprung entschied ein einziger Zentimeter, und Italien sicherte sich den Gesamtsieg im Medaillenspiegel buchstäblich auf den letzten Metern der Meisterschaft.




