Carlos Alcaraz hat erneut bewiesen, dass er auch nach einer langen Verletzungspause wegen seines Handgelenks in den entscheidenden Momenten zu seiner Bestform zurückfinden kann. Im Halbfinale der Japan Open 2026 besiegte er seinen Landsmann Jaume Munar mit 5-7, 6-3, 6-1, trotz einer Serie von 16 verlorenen Punkten in Folge am Ende des ersten Satzes.
Der Titelverteidiger begann das Match unsicher: Aufschlagfehler und Konzentrationsverlust ermöglichten es Munar, der den 49. Platz der Weltrangliste belegte, die Initiative zu übernehmen. Im zweiten Satz jedoch fand der Spanier zu seinem Spiel, verstärkte seine Aggressivität und gewann die Kontrolle über das Match zurück, das er mit einem souveränen Sieg im dritten Satz beendete.
Dieses Match wurde für Alcaraz zu einer weiteren Prüfung, nachdem er viereinhalb Monate wegen einer Verletzung pausiert und erst bei den US Open zurückgekehrt war. Nach seiner Rückkehr war er bereits in früheren Begegnungen des Turniers mit Aufschlagproblemen konfrontiert worden, doch jedes Mal fand er einen Weg, das Blatt zu wenden.
Der Gegner im Finale ist der Tscheche Jiří Lehečka, der sich souverän gegen Alexei Popyrin durchsetzte. Für Alcaraz ist dies die Chance, nicht nur den Titel zu verteidigen, sondern auch seinen Status als einer der führenden Spieler der Tour zu bestätigen, trotz der jüngsten gesundheitlichen Probleme.
Der Sieg über Munar zeigt, wie wichtig es für einen Topspieler ist, mentale Stabilität zu bewahren: Selbst in Momenten des Abschwungs verliert Alcaraz nicht den Glauben an sich selbst und nutzt die Erfahrung aus früheren Turnieren. Wie im Schach, wo ein misslungener Zug nicht die ganze Partie entscheidet, wenn der Spieler sich neu aufstellen kann.
Im Finale gegen Lehečka trifft Alcaraz auf einen Spieler, der ebenfalls Stabilität demonstriert. Dieses Match wird nicht nur eine Prüfung seiner körperlichen Verfassung, sondern auch seiner Fähigkeit, nach der Pause auf asiatischen Hartplätzen zu dominieren.
Der Einzug ins Finale der Japan Open unterstreicht, dass für Alcaraz die Rückkehr an die Spitze eine Frage der Zeit und des Beharrungsvermögens ist und nicht einfach nur Glück.


