Ein Bundesrichter hat einen Landtausch-Deal blockiert, der den Bau einer Straße durch das Izembek National Wildlife Refuge im Südwesten Alaskas ermöglicht hätte.
Die Entscheidung wurde von Richterin Sharon L. Gleason vom US-Bezirksgericht für den Bezirk Alaska getroffen. Sie stellte fest, dass die Trump-Administration gegen das Gesetz verstoßen hat, als sie den Deal im Oktober genehmigte.
Dies ist ein Rückschlag für das Weiße Haus und ein Sieg für die Stämme der Ureinwohner Alaskas sowie die Umweltgruppen, die Klage eingereicht hatten.
Gemäß den Bedingungen des Deals sollte das Innenministerium 490 Acres Land innerhalb des Schutzgebiets an die King Cove Corporation übertragen. Im Gegenzug sollte diese Tausende von Acres ihres eigenen Landes an die Regierung abtreten, von denen ein Teil in das Schutzgebiet eingegliedert worden wäre.
Izembek ist seit Jahrzehnten Gegenstand heftiger Debatten, die sowohl Alaska als auch Washington betreffen. Die erste Trump-Administration genehmigte einen ähnlichen Deal im Jahr 2019, doch unter Biden wurde er im Jahr 2023 rückgängig gemacht.
Befürworter der Straße argumentieren, dass sie notwendig sei, um die abgelegene Gemeinde King Cove mit einem Flughafen zu verbinden, von dem aus Patienten in Krankenhäuser in Anchorage evakuiert werden könnten.
Gegner warnen vor irreparablen Schäden für die Stämme, die von der Jagd und Fischerei abhängig sind, sowie für Zugvögel.
Richterin Gleason, die von Barack Obama ernannt wurde, stellte fest, dass die Regierung gegen das Gesetz über gefährdete Arten (Endangered Species Act) verstoßen habe, da sie die Auswirkungen der Straße auf seltene Tiere nicht untersucht habe. Zudem seien Bestimmungen des Alaska National Interest Lands Conservation Act verletzt worden.
Kann die Entwicklung einer Region gerechtfertigt sein, wenn sie die einzigartige Natur und die traditionelle Lebensweise gefährdet?
