Die Europäische Kommission hat am 19 Oktober 2026 77 Projekte im Bereich emissionsfreier Technologien für eine Finanzierung in Höhe von €3,4 Mrd. aus Mitteln des Innovationsfonds ausgewählt.
Die Projekte umfassen 23 Länder des Europäischen Wirtschaftsraums und betreffen energieintensive Branchen, erneuerbare Energien, Energiespeicherung, die Produktion sauberer Technologien, emissionsfreie Mobilität, das Recycling kritischer Rohstoffe und das Management industrieller Kohlenstoffemissionen.
Erstmals auf der Liste stehen ein Projekt für einen kleinen modularen Kernreaktor und ein Projekt zur direkten Abscheidung von Kohlendioxid aus der Luft mit anschließender Speicherung (DACCS).
Schätzungen der Kommission zufolge werden die Umsetzung dieser Initiativen Treibhausgasemissionen in Höhe von etwa 290 Mio. Tonnen in den ersten zehn Betriebsjahren vermeiden — rund eine Tonne CO₂ pro Sekunde über ein Jahrzehnt hinweg.
Der Fonds wird aus den Erlösen des EU ETS — des Systems für den Handel mit Emissionszertifikaten — finanziert. Der Wettbewerb war überzeichnet: Es gingen 358 Anträge über €17,5 Mrd. bei einem Budget von etwa €2,9 Mrd. ein.
Unter den ausgewählten Projekten befinden sich 12 groß angelegte Projekte, die etwa €1,58 Mrd. beantragt haben, sowie Projekte im Bereich der Produktion sauberer Technologien und Pilotinitiativen.
Sechs Projekte betreffen kritische Rohstoffe, was die Ziele des Net-Zero Industry Act und der RESourceEU-Strategie unterstützt.
Wie wird sich diese Mittelverteilung auf das Gleichgewicht zwischen den westlichen und östlichen Regionen Europas auswirken?
Die nächste Antragsrunde beim Innovationsfonds soll im Dezember 2026 starten.


