In New York, wo Kaffee leicht sieben Dollar kosten kann und die Miete manchmal wie eine Strafe für gutes Benehmen wirkt, geschah am 13. September ein gastronomisches Wunder.
In Jackson Heights fand der jährliche Momo Crawl statt — ein Festival, bei dem mehr als 30 tibetische und nepalesische Lokale Momos für nur $1verkauften.
Das heißt, für einen Tag wurde New York offiziell zu einem Ort, an dem ein Dollar wieder etwas bedeutet.
🥟 Sportdisziplin: Gehen und Essen
Die Regeln sind sehr einfach.
Du gehst in eine Lokalität.
Du isst ein Momo.
Dann gehst du in die nächste.
Du isst noch eines.
Dann noch eines.
Und das alles nennt man nicht „Völlerei“, sondern eine gastronomische Route.
Sehr praktisch.
Die Momos gab es für jeden Geschmack: gedämpft, gebraten, Tanduri, mit Hähnchen, Rindfleisch, Gemüse, Käse und Soßen von einer Schärfe, nach der man beginnt, sich an alle seine Lebensentscheidungen zu erinnern.
Das Wichtigste ist, ein ernstes Gesicht zu bewahren.
Denn du isst nicht einfach nur.
Du bewertest.
🌶️ Die Volksjury mit vollem Mund
Die Besucher des Festivals fungierten als echte Richter.
Man musste den Teig, die Füllung, die Gewürze und die Soßen vergleichen.
Das heißt, ein Mensch konnte ganz gelassen sagen:
— Dieses Momo ist interessant, aber das vorige war gehaltvoller.
Und niemand lachte.
Denn ringsum taten alle dasselbe.
Irgendwann verwandelten sich die Straßen von Jackson Heights in einen gigantischen gastronomischen Rat:
— Hier ist der Teig besser.
— Nein, dort ist die Soße kräftiger.
— Und hast du an der Ecke probiert?
— Schon drei Mal.
👑 Der Hauptpreis — der Championgürtel
Und genau hier beginnt das Schönste.
Der Sieger erhält keine gewöhnliche Urkunde.
Keine Medaille.
Kein langweiliger Pokal.
Sondern ein echter Momo Championship Belt.
Ein massiver Championgürtel.
Das heißt, irgendwo trainiert ein Boxer jahrelang, bekommt Schläge ab, hungert vor dem Wiegen und steigt in den Ring.
Und hier sieht der Weg zum Gürtel so aus:
Teig — Füllung — Soße — Sieg.
Endlich ein Sport, auf den viele von uns ein Leben lang vorbereitet waren und es nicht einmal wussten.
Stellen Sie sich das Interview nach dem Sieg vor:
— Was war am schwierigsten?
— Das siebenundzwanzigste Momo.
— Wer ist Ihr Hauptgegner?
— Der eigene Magen.
— Und was kommt als Nächstes?
— Erholung und vielleicht Tee.
✨ New York hat wieder einmal alles richtig gemacht
Genau darin liegt der ganze Zauber des Momo Crawl.
Du isst leckeres Essen, unterstützt kleine Familienbetriebe, schlenderst durch das Viertel, stimmst für deinen Lieblingsort und nimmst an einem Ereignis teil, bei dem das wichtigste Sportgerät — ein Teller.
Und das Wichtigste:
Für die Teilnahme braucht man keine Mitgliedschaft im Fitnessstudio.
Man braucht nur bequeme Schuhe, einen freien Tag und eine sehr optimistische Einstellung zum Fassungsvermögen des eigenen Magens.
Endlich eine Meisterschaft, nach der man nicht sagen möchte:
„Wie machen die das?“
sondern:
„Wo kann man sich anmelden?“ 😄




