Aston Villa reiste nicht nur wegen drei Punkten nach Brügge – das Team suchte die Bestätigung, dass die Veränderungen im Sommer seinen Charakter nicht zerstört haben. Nach der torlosen Serie in der Premier League und dem Verlust wichtiger Spieler schien der Sommer besorgniserregend, aber auf dem Platz in Belgien kam alles anders.
Schon in der 11. Minute schickte Pau Torres John McGinn allein aufs Tor, und der Kapitän traf ins kurze Eck – es war sein 12. Tor in europäischen Wettbewerben für den Verein. Die Gastgeber antworteten schnell: Hugo Vetlesen glich aus, aber Villa ließ sich nicht beirren. Drei Minuten später stellte Emiliano Buendía nach Vorlage von João Gomes die Führung wieder her.
Zur Pause stand es 3:1 – Nicholas Jackson, Neuzugang vom FC Chelsea, erzielte sein erstes Tor für das Team, nutzte dabei einen Fehler von Torhüter Yann Sommer. Die erste Halbzeit zeigte, wie die neue Angriffsreihe von Villa endlich voll zur Geltung kam.
In der zweiten Halbzeit verkürzte Brügge per Elfmeter nach einem Foul von Aaron Wan-Bissaka, und die Gäste mussten sich verteidigen. Villa hielt dem Druck stand, wenn auch nicht ohne Mühe – Süzki rettete das Team mehrmals in der Schlussphase.
Der Sieg in Brügge war nicht nur ein Ergebnis, sondern ein Signal: Nach dem Umbau im Sommer ist das Team von Unai Emery in der Lage, schnell ein Gleichgewicht zwischen Abwehr und Angriff zu finden. Die Analogie ist einfach – wie ein alter Motor, der nach dem Austausch von Teilen plötzlich sofort anspringt und Leistung bringt.
Dieses Spiel zeigte, dass die europäische Bühne ein Katalysator für die Wiederbelebung der Form sein kann, besonders wenn in der Premier League noch nicht alles rund läuft. Die Hauptsache ist, dieses Selbstvertrauen bis zum nächsten Spieltag nicht zu verlieren.


