Im Juli 2026 unternahm die Regierung einen bemerkenswerten Schritt. Präsident Trump wies das Verteidigungsministerium und die Geheimdienste an, Verschwiegenheitsvereinbarungen (NDAs) für ehemalige und derzeitige Mitarbeiter, die Informationen über unidentifizierte anomale Phänomene (UAP) besitzen, aufzuheben. Am 31. Juli unterzeichnete Aaron Lucas, der stellvertretende Direktor der Nationalen Nachrichtendienste, ein Memorandum, das diese Entscheidung festschrieb. Dem Dokument zufolge hindern NDAs, Eide und frühere Verpflichtungen die Weitergabe von Informationen an autorisierte Vertreter des AARO oder der PURSUE-Taskforce nicht mehr. Die Behörden erhielten 30 Tage Zeit, um verantwortliche Personen zu benennen und ihre Mitarbeiter zu informieren. Es schien, als sei die Barriere beseitigt.
Doch bereits Anfang August wurde klar: Das genügt nicht. Der Dokumentarfilmer James Fox trat zusammen mit der Journalistin Leslie Kean und dem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter David Grusch mit einem direkten Appell an die Öffentlichkeit. In einem kurzen Video, das von Submersive Media und 42west unterstützt wurde, baten sie den Präsidenten, eine Verordnung zu erlassen, die Immunität für die rechtmäßige öffentliche Offenlegung grundlegender Fakten gewährt, welche die nationale Sicherheit nicht beeinträchtigen. Der Sinn ist einfach: Das Lucas-Memorandum öffnet die Tür nur innerhalb des Systems – zu offiziellen Kanälen. Offen vor Kameras oder bei Anhörungen zu sprechen, bleibt weiterhin riskant.
Der ehemalige Beamte Luis Elizondo bestätigte explizit: Das Memorandum hat das Verbot, mit der breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren, nicht aufgehoben. Geheimhaltungsverpflichtungen bleiben außerhalb von AARO und PURSUE weiterhin in Kraft. Fragen bezüglich der Unternehmensvereinbarungen von Privatunternehmen und spezifischer Spezialzugangsprogramme bleiben bestehen. Genau aus diesem Grund ist der neue Aufruf schärfer als frühere. Informanten sind bereit, überprüfbare Details zu liefern, jedoch nur, wenn sie einen echten Schutz vor rechtlichen und beruflichen Konsequenzen erhalten.
Die Chronologie ist hier aufschlussreich. Bereits im Juni forderten Pressekonferenzen auf dem Capitol Hill unter Beteiligung der Kongressabgeordneten Burleson, Luna, Burchett und Moskowitz Immunität. Das Memorandum vom Juli war eine Antwort, aber nur eine teilweise. Das August-Video markiert die nächste Phase: von internen Briefings zum offenen Gespräch. Die Autoren betonen, dass es nicht um unkontrollierte Leaks geht, sondern um Fakten, die die Gesellschaft ein Recht hat zu erfahren.
Solange die Verordnung nicht erlassen ist, bleibt die Situation im Unklaren. Das Lucas-Memorandum stellt einen echten Fortschritt dar. Doch für jene, die jahrelang aus Vorsicht geschwiegen haben, ist dies immer noch zu wenig. Sie erwarten nicht nur die Möglichkeit, ihren Vorgesetzten Bericht zu erstatten, sondern das Recht, öffentlich zu sagen: Das haben wir gesehen, das wissen wir. Und das letzte Wort hat wieder der Präsident.

