In Shanghai hat der Monat des Schutzes wildlebender Tiere begonnen: Sichuan-Goldstumpfnasen haben erstmals im Ausland Nachwuchs bekommen

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Am 1 November wurde in Shanghai der traditionelle Monat des Schutzes wildlebender Tiere eröffnet, und die wichtigste Nachricht klang wie ein unerwartetes Geschenk: Drei Sichuan-Goldstumpfnasen, die vor einem Jahr aus dem örtlichen Zoo an den französischen Zoo Beauval übergeben worden waren, haben erfolgreich zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Dies ist der erste Fall natürlicher Fortpflanzung dieser Art außerhalb Chinas.

Sichuan-Goldstumpfnasen (Rhinopithecus roxellana) sind seltene Bewohner der Bergwälder, deren Wildpopulation aufgrund der Fragmentierung ihrer Lebensräume weiterhin bedroht ist. Der Transport von drei Tieren im April 2025 war Teil eines internationalen Programms zum Aufbau von Reservepopulationen. Nach Quarantäne und Eingewöhnung brachten die Weibchen „Jindou“ und „Jinhua“ im März und April 2026 gesunde Junge zur Welt – ein Weibchen und ein Männchen.

Der Fortpflanzungserfolg in fremdem Klima und unter Zoobedingungen zeigt, wie fein sich die Pflege empfindlicher Primaten gestalten lässt. Die französischen Fachleute berücksichtigten die Besonderheiten der Ernährung, die soziale Struktur der Gruppen und sogar das Mikroklima der Gehege, die Hochgebirgswälder nachahmen. Solche Projekte wirken wie eine Versicherung: Sollte in der Natur etwas schiefgehen, kann eine Reservepopulation helfen, die genetische Vielfalt zu bewahren.

Der Shanghaier Monat des Schutzes wildlebender Tiere ist in diesem Jahr nicht nur mit den Affen verbunden. Die Stadt entwickelt ein Netz von Naturgebieten, in denen seltene Vögel überwintern, heimische Arten wie Wasserhirsche zurückkehren und die Bewohner an bürgerwissenschaftlichen Projekten teilnehmen – etwa an der Zählung von Marderhunden. Solche Initiativen verwandeln die Megastadt in ein lebendiges Labor, in dem Menschen lernen, mit der Wildnis zusammenzuleben.

Die internationale Zusammenarbeit spielt hier eine Schlüsselrolle. Der Erfahrungsaustausch mit den Naturschutzgebieten Yunnans und europäischen Zoos ermöglicht es, bewährte Schutzmethoden in verschiedenen Regionen anzuwenden. Wenn ein Land Tiere weitergibt und ein anderes die Bedingungen für ihre Fortpflanzung schafft, gewinnt die gesamte Art.

Solche Geschichten regen zum Nachdenken an: Der Schutz seltener Tiere ist längst keine Angelegenheit einer einzigen Nation mehr. Es ist eine Kette gemeinsamer Anstrengungen, in der jedes erfolgreiche Jungtier der Beweis dafür ist, dass sich selbst unter künstlichen Bedingungen nachschaffen lässt, was die Natur über Millionen von Jahren geschaffen hat.

Der Schutz der Wildnis beginnt mit der Aufmerksamkeit für Details – vom richtigen Futterplan im Zoo bis zum Verbot der Fütterung in Stadtparks.

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Quellen

  • 上海野保宣传月启动,现场传来好消息:川金丝猴在境外实现自然繁育

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