❓ FRAGE:
„Im weiteren Verlauf besprechen wir dann völlig andere Prozesse, die jemandem, der unter dem Einfluss negativer Überzeugungen steht, ‚technisch‘ schlichtweg nicht zugänglich sind.“ (c) – Das ist richtig, allerdings schlagen Sie den Menschen vor, das Thema der Glaubenssätze aus einer anderen Perspektive anzugehen als der, aus der Sie es selbst tun. Und darüber verlieren Sie kein Wort. Sie verfügen über das bewusste, unmittelbare Wissen um die „Untrennbarkeit von der Quelle“, was Ihr Verständnis und Ihre praktische Umsetzung stützt. Andere Menschen hingegen hantieren lediglich mit der Logik, die Sie vermitteln, was oft nur eine gedankliche Konstruktion bleibt. Wie soll das funktionieren, wenn den anderen die notwendige zweite Hälfte der Erfahrung fehlt?
❗️ ANTWORT von lee:
Ich biete genau das an, was sich für mich persönlich als am effektivsten erwiesen hat. Genauso wie ein Fahrlehrer seinen Schülern nicht vorschlägt, „erst einmal eine Million Kilometer wie ich zu fahren und dann wiederzukommen“, vermittelt er seine Sicht auf die Schlüsselelemente des Fahrens, die es nach seiner Überzeugung ermöglichen, das Autofahren so schnell wie möglich zu erlernen.
Mehr noch: Es kommen diejenigen zu mir, die bereits „bereit für das Fahren“ sind – wer diese Bereitschaft nicht mitbringt, wird ohnehin bald von selbst gehen. Nichts geschieht durch Zufall.
Dabei liegt das entscheidende Kriterium nicht darin, wie präzise jemand alles intellektuell versteht. Vielmehr ist ausschlaggebend, wie sehr der Prozess der Wissensaufnahme einen selbst inspiriert. Wenn sich dieses Gefühl einstellt – „ich empfinde das so, als hätte ich es schon immer gewusst“ –, dann ist das der sogenannte „Wiedererkennungseffekt“: ein äußerst exaktes Gespür dafür, dass man genau das bekommt, wonach man verlangt hat.
Die praktische Anwendung der Fähigkeiten wird sich dann ganz von selbst dort entfalten, wo sie benötigt wird. Wenn nicht heute, dann eben übermorgen nach dem Mittagessen.




