Sonnensturm und CME: Ein koronaler Massenauswurf nähert sich der Erde

Bearbeitet von: Alex Khohlov

Die Sonne hat sich in den letzten 24 Stunden nach mehreren Tagen intensiver Aktivität relativ beruhigt. Nur neun C-Klasse-Flares wurden registriert – schwache Energieimpulse, die keine nennenswerte Gefahr für die Erde darstellen.

Die Aufmerksamkeit von Astronomen und dem Weltraumwettervorhersagezentrum NOAA SWPC richtet sich jedoch auf einen koronalen Massenauswurf (CME), der am 24. Juli stattfand. Diese Wolke aus Plasma und Magnetfeld, die aus der Sonnenkorona in den interplanetaren Raum ausgestoßen wurde, steuert auf unseren Planeten zu. Modelle zur Ausbreitung des Sonnenwinds prognostizieren seine Ankunft für den 27. Juli, mit einer möglichen Fortsetzung der Auswirkungen bis zum 28. Juli.

Der CME wird als schwach und seitlich eingestuft – das bedeutet, dass der Hauptstoß des Auswurfs an der Erde vorbeiziehen und nur einen Streifschuss auf ihre Magnetosphäre ausüben wird. Daher werden keine starken geomagnetischen Stürme erwartet. Dennoch kann der planetare Kp-Index Werte von 5-6 erreichen, was geomagnetischen Stürmen der Stärke G1 (schwach) und G2 (mäßig) entspricht. Diese Bedingungen reichen aus, um in nördlichen Breiten wunderschöne Polarlichter hervorzurufen.

Beobachter in Seattle, Minneapolis, Edinburgh sowie im südlichen Kanada und Skandinavien bereiten sich bereits auf ein mögliches Schauspiel in der Nacht von Sonntag auf Montag vor. Die Intensität und Sichtbarkeit der Polarlichter hängt von der Ausrichtung des Magnetfeldes des Auswurfs selbst ab: Wenn es nach Süden (relativ zur Magnetosphäre der Erde) ausgerichtet ist, wird die Wechselwirkung verstärkt und die Wahrscheinlichkeit heller Aurora-Ereignisse deutlich steigen.

Der Sonnenwind schwächt sich nach dem Durchgang eines Hochgeschwindigkeitsstroms aus einem koronale Loch allmählich ab. Die Geschwindigkeit ist von 535 km/s auf 495 km/s gesunken, und das Erdmagnetfeld bleibt vorerst ruhig. Dies ermöglicht eine genauere Vorhersage der Auswirkungen des sich nähernden Auswurfs.

Auf der Sonnenoberfläche sind die aktiven Regionen AR4494 und AR4496 weiterhin aktiv. AR4494, mit seiner komplexesten Magnetfeldkonfiguration (Typ Beta-Delta), wächst weiter und zeigt Potenzial für M-Klasse-Flares. AR4496, das kürzlich am östlichen Rand der sichtbaren Scheibe erschien, gewinnt ebenfalls an Stärke. Derzeit generieren diese Regionen jedoch keine signifikanten Ereignisse.

Die Prognose für die nächsten drei Tage bleibt moderat: Die allgemeine Flare-Aktivität wird auf niedrigem bis mittlerem Niveau erwartet, und die Wahrscheinlichkeit starker M-Klasse-Flares und erst recht von X-Klasse-Ereignissen bleibt gering. Das Hauptinteresse in den kommenden Tagen liegt nicht bei Sonnenstürmen, sondern bei der Wechselwirkung des ankommenden CME mit der Magnetosphäre der Erde und den möglichen Polarlichtern, die er auslösen könnte.

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Quellen

  • Sun news: CME heads for Earth as flares stay low

  • Солнечная активность 2026, пик 25-го цикла

  • Что представляет собой выброс корональной массы (CME)

  • Геомагнитная буря — Википедия

  • Coronal Mass Ejections | NOAA / NWS Space Weather Prediction Center

  • Статья исходящая от проверяемого издания

  • Магнитные бури 24-26 июля

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