Eurostat-Daten: Fast ein Drittel der EU-Bürger kann sich keinen einwöchigen Urlaub außer Haus leisten

Autor: Tatyana Hurynovich

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In einem von Euronews im Rahmen des Analyseprojekts #EuropeInMotion veröffentlichten Artikel wird das Problem der finanziellen Unerschwinglichkeit von Urlaub für einen erheblichen Teil der Einwohner der Europäischen Union beleuchtet.

Neuesten Eurostat-Daten zufolge konnten sich im Jahr 2025 fast drei von zehn EU-Bürgern ab 16 Jahren (etwa 30 %) eine einwöchige Jahresurlaubsreise außer Haus nicht leisten. Im Vergleich zu 2024 stieg dieser Anteil um 0,5 Prozentpunkte, was auf einen anhaltenden wirtschaftlichen Druck auf die Haushalte hindeutet.

Langfristig betrachtet sieht die Situation jedoch besser aus: Im Vergleich zu den Zahlen vor zehn Jahren sank der Anteil derjenigen, die sich keinen Urlaub leisten können, um 7,7 Prozentpunkte.

Die geografische Verteilung der sogenannten „Urlaubsarmut“ zeigt ein deutliches Gefälle zwischen den verschiedenen Regionen der Europäischen Union. Im vergangenen Jahr wurden die höchsten Anteile von Menschen, die sich eine einwöchige Reise nicht leisten konnten, in Rumänien, Griechenland, Bulgarien und Ungarn verzeichnet.

Dagegen zeigte sich in Luxemburg, Schweden und den Niederlanden die günstigste Situation mit dem geringsten Anteil an Bürgern, die solche finanziellen Schwierigkeiten haben. Experten führen dieses Problem auf eine Reihe von Faktoren zurück: steigende Kosten für Wohnraum, Transport und Lebensmittel sowie eine allgemeine Abnahme der Kaufkraft der Bevölkerung.

Vertreter von Gewerkschaftsorganisationen weisen auf die sozialen Folgen dieses Trends hin. Esther Lynch, Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbundes, betonte, dass Erholung mit Familie oder Freunden für die körperliche und geistige Gesundheit eines Menschen von entscheidender Bedeutung ist.

Nach ihren Worten haben die Menschen nach einem Jahr harter Arbeit das Recht auf zumindest eine kurze Auszeit, doch der Urlaub wird jedes Jahr mehr zu einem Privileg für wenige. Lynch bezeichnete die aktuelle Lage als eine „ernsthafte Krise qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze“ in Europa und brachte die Unzugänglichkeit von Urlaub mit der Verbreitung prekärer Beschäftigung und niedriger Löhne in Verbindung, was Millionen von Arbeitnehmern die Vorteile von Tarifverträgen vorenthält und sie dazu zwingt, unter unsicheren Bedingungen, einschließlich extremer Hitzeperioden, zu arbeiten.

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Quellen

  • How many EU citizens are unable to afford a holiday away?

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