Am 29 September ereignete sich in Aspen eine Begegnung, die ganz anders hätte enden können.
Ein Tourist aus New York Andy Barrow saß seelenruhig mit einem Buch auf der Straße, als neben ihm ein Schwarzbär auftauchte. Das Tier ging nicht vorbei, sondern steuerte direkt auf den Mann zu und kam fast bis auf Tuchfühlung heran.
Andy beschloss, keine hektischen Bewegungen zu machen. Er erstarrte mit dem aufgeschlagenen Buch in den Händen und bemühte sich, sich so ruhig wie nur möglich zu verhalten.
Der Bär kam näher und beschnupperte ihn mehrere Sekunden lang gründlich, als wolle er herausfinden, ob dieser seltsame reglose Mensch irgendetwas Interessantes an sich habe.
Die Antwort fiel allem Anschein nach negativ aus.
Das Tier drehte sich um und setzte seinen Weg gemächlich fort.
Später beschrieb Andy das ganze Geschehen ganz einfach:
Der Bär kam heran, beschnupperte ihn und ging wieder.
In dem Video beeindruckt besonders die Gelassenheit des Mannes: Das Buch bleibt aufgeschlagen, der Leser bewegt sich kaum, und unmittelbar neben ihm steht ein großes wildes Tier.
Allerdings haben solche Begegnungen einen durchaus verständlichen Grund. Im Herbst suchen die Bären in Colorado vor dem Winterschlaf besonders eifrig nach kalorienreicher Nahrung und können häufiger in der Nähe von Menschen auftauchen.
Zudem hatte sich einige Tage zuvor ein anderer Bär ebendort in Aspen bereits mit einem Besuch auf dem Bauernmarkt einen Namen gemacht, wo er sich sogleich auf Brot und Gebäck stürzte.
Offenbar haben die einheimischen Bären die Aufgaben einfach unter sich aufgeteilt:
Der eine kontrolliert die Bäckereien, der andere, was die Touristen lesen. 😄



