Der Zürcher Hauptbahnhof belegte zum fünften Mal in Folge den ersten Platz im europäischen Eisenbahnstationsindex 2026 des Jahres. Laut dem Consumer Choice Center betragen die Verspätungen hier nur 4 Prozent, und die durchschnittliche Wartezeit liegt bei 1,2 Minuten.
Das Ranking umfasst die 60 am stärksten frequentierten Bahnhöfe des Kontinents. Bewertet wurden Pünktlichkeit, Barrierefreiheit, Serviceleistungen innerhalb des Bahnhofs, WLAN und die Abdeckung der Strecken. Schweizer Bahnhöfe weisen insgesamt eine landesweite Pünktlichkeitsquote von 94,1 Prozent auf.
Den zweiten Platz belegte der Pariser Gare du Nord: Dort sanken die Verspätungen auf 5 Prozent und die Wartezeit auf 0,4 Minuten. Dritter wurde der Amsterdamer Centraal. Den vierten Platz belegt der polnische Wrocław Główny, und den fünften teilten sich der Berner Bahnhof und der Pariser Gare Montparnasse.
Am entgegengesetzten Ende der Liste stehen deutsche Bahnhöfe. Der Bremer Hauptbahnhof landete auf dem letzten Platz: 63 Prozent der Züge mit Verspätung und eine durchschnittliche Wartezeit von etwa 20 Minuten. Von den 19 deutschen Bahnhöfen im Ranking schaffte es keiner in die Top Ten, und 15 landeten in der unteren Hälfte.
In Luzern wurde der niedrigste Verspätungsanteil verzeichnet — 0,3. Der europaweite Verspätungswert lag bei etwa 29 Prozent, in Deutschland bei 49,4 Prozent bei einer durchschnittlichen Wartezeit von 14,74 Minuten.
Solche Ergebnisse unterstreichen, wie sehr Investitionen in Infrastruktur und Management die alltägliche Erfahrung der Fahrgäste prägen. Die Zuverlässigkeit der Eisenbahnen bleibt ein entscheidender Faktor für alle, die den Zug dem Flugzeug oder dem Auto vorziehen.
