Die großen Hotelketten Meliá, Iberostar und Blue Diamond fahren ihre Präsenz auf Kuba angesichts des verschärften Sanktionsdrucks der USA zurück. Laut BBC Mundo und Euronews meldete Meliá die Beendigung der Verwaltung von 15 Hotels auf der Insel, Iberostar stellte die Zusammenarbeit bei 12 Objekten ein und Blue Diamond hatte bereits zuvor seinen Rückzug aus dem Management kubanischer Hotels angekündigt.
Die Entscheidungen der Konzerne sind kein Zeichen für einen plötzlichen Massenrückzug, sondern spiegeln eine Anpassung der Geschäftsmodelle wider, um rechtliche und finanzielle Risiken durch die neuen US-Beschränkungen zu minimieren. Im Mai 2026 verhängte Washington neue Sanktionen gegen das kubanische Konglomerat GAESA, das die USA als Schlüsselakteur der Inselwirtschaft und der tourismusrelevanten Strukturen betrachten.
Da der Tourismussektor eine der wichtigsten Branchen für Kuba bleibt, könnte die schwindende Präsenz internationaler Betreiber den Hotelmarkt des Landes vor zusätzliche Schwierigkeiten stellen. Dabei ist es jedoch präziser, nicht von einem sofortigen Kollaps der Branche zu sprechen, sondern von einer allmählichen Umstrukturierung der Partnerschaften und Managementmodelle vor dem Hintergrund externen Drucks und interner wirtschaftlicher Probleme.




