Iran und Oman haben Vereinbarungen über die Aufteilung der Gewässer der Straße von Hormus und der Einnahmen aus der Schifffahrt erzielt. Dies erklärte der offizielle Vertreter der Islamischen Revolutionsgarde Irans, Hossein Mohebi.
Nach seinen Worten haben die Seiten während der Verhandlungen die Anteile jedes Landes an den Gewässern der Meerenge und an den Einnahmen daraus vereinbart. Die Verhandlungen dauerten etwa einen Monat, und die Ergebnisse zufriedenstellten beide Seiten.
Mohebi betonte jedoch: Das Abkommen mit Oman bedeutet nicht die sofortige Öffnung der Meerenge. Die USA werden beschuldigt, die Verhandlungen zu sabotieren, was die Lösung der Frage verzögert hat.
„Wenn die Vereinigten Staaten aufhören zu behindern und zum Memorandum zurückkehren, können wir die Straße von Hormus im Rahmen der erzielten Vereinbarung öffnen“, zitieren iranische Medien den Vertreter der IRGC. „Wenn die USA unsere Bedingungen nicht akzeptieren, wird die Meerenge unter keinen Umständen geöffnet.“
Teheran verbindet die erneute Öffnung mit der Erfüllung des Memorandums zur Beendigung des Konflikts, einschließlich der Einstellung der Kämpfe an allen Fronten und der Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen.
Zuvor hatten Iran und Oman die Schaffung eines vorübergehenden Schifffahrtskorridors unter gemeinsamer Verwaltung und die gemeinsame Minenräumung erörtert. Verhandlungen über eine dauerhafte Route könnten 30–60 Tage dauern.
Der stellvertretende Außenminister Irans, Kazem Gharibabadi, präzisierte Details: Die Einfahrt in den Persischen Golf erfolgt durch iranische Gewässer, die Ausfahrt durch omanische, wobei Schiffe auf beiden Routen durch iranische Hoheitsgewässer fahren. Die Breite der vereinbarten Transitroute beträgt sieben Meilen.
Militärschiffe jeglicher Staaten können die Meerenge nicht nutzen, nur Handelsschiffe. Der Iran behält die volle Kontrolle über die Meerenge, erklärte Gharibabadi.
Oman hat nicht alle Details des Einnahmenabkommens öffentlich bestätigt. Die Erklärungen stammen überwiegend von iranischer Seite.
Die Meerenge bleibt vorerst geschlossen, was die globalen Energielieferungen beeinträchtigt. Die Situation unterstreicht die Schlüsselrolle der USA bei jeder endgültigen Lösung für die Straße von Hormus.
